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Avtovaz-Chef Bo Andersson reagiert auf die Lada-Krise in Russland: statt 7.500 Stellen werden nun 13.500 Jobs gestrichen. Bild: Avtovaz

Mit den Maßnahmen reagiert der russische Autobauer auf die stark fallenden Verkaufszahlen in Russland. In den ersten fünf Monaten des Jahres stürzte der Lada-Absatz in Russland um weitere 15 Prozent ab und performte damit noch deutlich schlechter als der Gesamtmarkt, der um vier Prozent nachgab. Der Marktanteil der in Russland einst dominierenden Marke ist in den ersten fünf Monaten auf 15,5 Prozent abgerutscht – ein neues historisches Tief. Im selben Zeitraum des Vorjahres hatte der Marktanteil noch bei 17,6 Prozent gelegen.

Bo Andersson, Ende vergangenen Jahres von Renault-Nissan Chef Carlos Ghosn an die Spitze von Avtovaz geholt, hatte noch im Februar 20 Prozent Marktanteil als Zielvorgabe ausgegeben. Noch stärker als die Absatzentwicklung belastet die ineffiziente Produktion im Riesenwerk in Togliatti den russischen Autobauer. Als drängendste Aufgabe hatte Andersson kurz nach seinem Amtsantritt die Neuausrichtung der Produktion bezeichnet. Bestandteil war eine im Februar angekündigte Streicheung von 7.500 der 66.000 Stellen in Togliatti. Angesichts der negativen Marktentwicklung hat Andersonn jetzt nachgelegt. Gestrichen werden nun 13.500 Jobs.

Ein schneller Sanierungserfolg des russischen Werks Togliatti ist von hoher Bedeutung für Renault-Nissan. Die französisch-japanische Allianz übernimmt innerhalb der nächsten Wochen die Mehrheit an Avtovaz. Strategisch soll Togliatti neben seiner Rolle als Lada-Stammwerk zur Produktionsdrehscheibe von Renault-Nissan für Russland und die Länder der einstigen Sowjetunion ausgebaut werden.

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Frank Volk