Chevrolet gehört zu den großen Verlierern auf Russlands Automarkt. – Bild: GM-AvtoVAZ

Chevrolet gehört zu den großen Verlierern auf Russlands Automarkt. – Bild: GM-AvtoVAZ

Damit soll die Abwrackprämie fortgeführt werden. Des Weiteren, will die russische Regierung die lokalen Autobauer mit dem Geld direkt unterstützen. Schließlich sind Produzenten wie AvtoAVZ, GAZ und KamAZ fast zu 100 Prozent vom Geschäft auf dem Heimatmarkt abhängig.

Aktuelle Zahlen belegen die dramatische Situation auf Russlands Automarkt: Im ersten Halbjahr 2015 setzten die OEMs knapp 782.000 ab ? ein Minus von 36,4 Prozent. Laut der Association of European Businesses (AEB) habe die derzeit laufende Abwrackprämie einen noch größeren Absturz verhindert. AEB prognostiziert für das Gesamtjahr einen Absatz von 1,55 Millionen Fahrzeugen, was einem Rückgang um knapp 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde.

Auch die Marktbeobachter von IHS sind der Überzeugung der, dass die Abwrackprämie Schlimmeres verhindert habe. Aber die zusätzlichen 176 Millionen Dollar würden nicht ausreichen, um mittelfristig wieder in die Wachstumszone zu kommen. Dafür seien strukturelle Wirtschaftsreformen, steigende Ölpreise und eine Lockerung der Sanktionen durch den Westen notwendig.

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Gabriel Pankow