Aufruhr in Russlands Autoindustrie: Bei Ford Sollers (Bild) protestieren Mitarbeiter gegen

Aufruhr in Russlands Autoindustrie: Bei Ford Sollers (Bild) protestieren Mitarbeiter gegen Verdiensteinbrüche, bei Sollers-Mazda müssen 200 Beschäftigte gehen. Gebaut wird dort der Mazda CX-5. Bild: Ford

Nach dem dramatischen Absatzabsturz im Februar um rund 38 Prozent, jagen sich in Russland Meldungen über Produktionskürzungen und Produktionsstopps. Heute (Dienstag, 17. März) gab Nissan eine zweiwöchige Zwangspause im Werk St. Petersburg bekannt. Noch tiefer die Einschnitte beim russischen Kontraktfertiger Sollers in Wladiwostock: Russische Medien berichten, dass das Unternehmen im Werk dort 25 Prozent der Belegschaft entlässt. Grund: der japanische Hersteller Mazda hat die Fertigung des CX-5 bei seinem Joint-Venture-Partner drastisch herunter gefahren. Derzeit kämen monatlich nur 120 Montage-Kits in Wladiwostock an, berichten lokale Medien. Im vergangenen Jahr wurden noch 67.000 Autos gefertigt. Sollers, wichtigster Kontraktfertiger in Russland und eines der wichtigsten Unternehmen der russischen Automobilindustrie mit einer jährlichen Produktionskapazität von 550.000 Fahrzeugen, zieht die Reißleine und entlässt knapp 200 Mitarbeiter.

Ärger für Sollers auch im Joint-Venture mit Ford. Dort kommt es derzeit zu Streiks im Werk Vsevolozhsk. Die Mitarbeiter protestieren, weil sie durch die Produktionsausfälle im vergangenen Jahr Verdienstausfälle um 40 Prozent hinnehmen mussten und nun auf verbindliche Zusagen des Managements drängen, wie es in diesem Jahr weiter geht.

Soweit ist man bei VW in Kaluga nicht. Aber: lokale russische Medien berichten unter Berufung auf einen Sprecher des örtlichen Werks, dass die SKD-Fertigung der Audi-Modelle Q5, Q7 und A7 gestoppt wurde. Weiterhin produziert werden A6 und A8. Die Fertigungskapazität von Audi in Kaluga liegt bei 10.000 Einheite jährlich.

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Frank Volk