Russland

Die russische Regierung hat jetzt ein Millionenpaket für die notleidenden Autoproduzenten im Land aufgelegt. Verhindert werden soll dadurch, dass weitere internationale Hersteller das Land verlassen. – Bild: Volk

Mit dem Programm in Höhe von 10 Milliarden Rubel (umgerechnet rund 167 Millionen US-Dollar) sollen dazu beitragen, die aktuellen Schwierigkeiten der Autoproduzenten im Land zu überbrücken. Wie genau das Programm funktioniert und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um in den Genuss der Mittel zu kommen, ging aus den bisherigen Meldungen nicht hervor. Ziel sei, über die Hilfsmittel die Fahrzeugproduktion zu stabilisieren. In den ersten zwei Monaten des Jahres ist der russische Automarkt um 32 Prozent eingebrochen. Am radikalsten hat der US-Hersteller General Motors, dessen Russland-Geschäft über die Opel Group gesteuert wird, reagiert und erklärt, sich bis Ende des Jahres komplett vom Markt zurück zu ziehen.

Bislang gibt es keine SignaIe aus der Autoindustrie, es GM gleich zu tun. Je nach Entwicklung hält es IHS Automotive aber nicht für ausgeschlossen, dass im Lauf des Jahres weitere Hersteller Russland den Rücken kehren könnten. Die von der Regierung geschürten Hoffnungen, dass sich die Marktlage in absehbare Zeit bessern könnte, teilen die Marktexperten nicht. Weder von der Konsumenten- noch von der Investorenseite gebe es Anzeichen für eine Erholung. IHS erwartet in diesem Jahr einen Absatzrückgang von knapp 27 Prozent.

Unterdessen hat auch die Vereinigung der russischen Autohändler Alarm geschlagen. Dessen Chef Vladimir Mozhenkov befürchtet, dass durch einen Absatzrückgang um 25 Prozent etwa 80.000 Job im Autohandel verloren gehen könnten.

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Frank Volk