Die Fahrzeugproduktion wird bis 2021 um weitere 21 Millionen Einheiten zulegen. Auch Europa wächst

Die Fahrzeugproduktion wird bis 2021 um weitere 21 Millionen Einheiten zulegen. Auch Europa wächst wieder, kurzfristig belastet die Situation in Russland und der Türkei. Bild: Dürr

Die negativen Einflüsse durch die schwierige Lage in den politischen Krisenländern Russland und Türkei werden nach Einschätzung von IHS Automotive aber nur von kurzer Dauer sein. Bereits für die Phase zwischen 2015 und 2017 erwarten die Marktexperten dass die europäische Fahrzeugproduktion um 4 Prozent pro Jahr wachsen wird, getrieben durch die Erholung der europäischen Heimatmärkte und ein nachhaltiges Wachstum der Exporte in die USA und China.

Starkes Wachstum bis 2021

Im Detail sieht die im Vorfeld des IHS Forums kommende Woche in Berlin (12.-14 Mai) veröffentlichte Studie ein weiter starkes Wachstum der weltweiten Automobilproduktion bis zum Jahr 2021 um 21 Millionen Einheiten. In diesem Zeitraum werden sich die Koordinaten weiter Richtung China verschieben. Allerdings sehen die Marktexperten auch einen deutlichen Aufwärtstrend in Nordamerika und in Europa. Wachtumsperspektiven gibt es hier vor allem in Ost- und Südeuropa, was sich positiv in den Produktionszahlen niederschlägt. Rückläufige Tendenzen erwartet IHS dagegen in Japan und Südkorea, da die dort heimischen Hersteller ihre Wachstumsanstrengungen auf Übersee und China konzentrieren und entsprechend Produktionskapazitäten verlagern.

Nachfrageveränderung in Europa

Die Erholung in Europa wird kurzfristig durch die politischen Krisen in den sowohl für die Produktion wie den Absatz wichtigen Ländern Russland und der Türkei gebremst. Durch die sinkende Nachfrage in diesen Ländern werde die europäische Fahrzeugproduktion in diesem Jahr nur um ein Prozent wachsen. Uersprünglich lagen die Erwartungen hier bei über zwei Prozent. Die Probleme sollten nach Einschätzung von IHS Automotive 2015 überwunden sein.

Frank Volk