Russland, Automarkt

Die Marktbelebung durch die Abwrackprämie bleibt in Russland bislang aus. Nun will die Regegierung das Programm übers Jahresende hinaus verlängern. – Bild: Fotolia.com

Zu der möglichen Laufzeitverlängerung der Abwrackprämie gibt es ein dürres Statement aus dem zuständigen Handels- und Industrieministerium. In diesem wird die Möglichkeit einer Ausweitung angedeutet, Details werden aber nicht genannt. Russland hat zur Belebung des darnieder liegenden heimischen Automarktes ein mit umgerechnet 190 Millionen Euro ausgestattetes Abwrackprogramm gestartet. Dabei erhalten die Besitzer älterer Fahrzeuge beim Kauf eines Neufahrzeugs eine Prämie in Höhe von bis zu etwa 1.000 Euro. Dabei wendet sich das Programm an die Fahrer russischer Fabrikate oder solcher Marken, die in Russland produzieren.

Bislang hält sich die marktbelebende Wirkung des Programms nach Einschätzung von IHS Automotive in Grenzen. So büßte der Autoabsatz im September, dem Startmonat der Abwrackprämie, um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Beim größten russischen Hersteller Avtovaz hat die Prämie für ein Abflachen der Abwärtskurve gesorgt. Laut Angaben des Herstellers wurden bislang aufgrund der Abwrackprämie 24.000 Neuwagen verkauft. Dennoch sackte der Avtovaz-Absatz im September um neun Prozent ab.

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Frank Volk