Rolls-Royce

Was schert uns die Krise in Russland? Rolls-Royce steigerte den Absatz im krisengeschüttelten Land um knapp 90 Prozent. Bild: Rolls-Royce

Relativ lange konnten sich die Hersteller von Premiumfahrzeugen der russischen Marktkrise – zumindest teilweise – entziehen. Nun kommen die Einschläge aber auch für die OEM mit teuren und großen Fahrzeugen im Sortiment näher. Wie aus einem jetzt veröffentlichten Report hervor geht, sind die Pkw-Importe nach Russland in den ersten vier Monaten des Jahres um 50,8 Prozent auf 112.700 Einheiten gefallen. 84 Prozent dieser Importautos entfallen auf die 10 Marken Toyota, Hyundai, Mercedes-Benz, Lexus, Audi, Mitsubishi, Land Rover, Nissan, Daewoo und Volvo. Bei den importierten Fahrzeugen handelt es sich laut IHS Automotive “in der Tendenz” um Premiumfahrzeuge. So fiel die Zahl importierter Mercedes-Modelle bis April um über 14 Prozent auf 13.900 Einheiten.

Ungeachtet des Absatzeinbruch um 37,7 Prozent am Gesamtmarkt, geht die Party für den Auto-Luxus weiter. Russlands Superreiche lassen sich durch die schwere Wirtschaftskrise den Spaß an noblen Autos nicht verderben. Der Absatz-Boom von teuren Sportwagen und Nobel-Limousinen steht in fast bizarrem Gegensatz zur wirtschaftlichen Lage des Landes. Lexus verkaufte laut IHS mit seinen großen Modellen in den ersten vier Monaten 52 Prozent mehr Autos, Porsche notiert mit fast 22 Prozent im Plus, Bentley mit 63 Prozent, Rolls Royce mit knapp 90 Prozent un Lamborghini legt um 266 Prozent zu.

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Frank Volk