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Kein Ende der Turbulenzen: Nun droht auch dem neuen Eigner von Saab die Pleite. Bild: Saab

22.000 US-Dollar könnten das endgültige Aus für die schwedische Traditionsmarke bedeuten. Um diese offene Summe geht es, die ein Zulieferer seit Februar erfolglos einfordert. Der schwedische Autohersteller hat in den vergangenen Jahren eine mehr als wechselvolle Historie, die unter anderem mehrere Besitzerwechsel mit sich brachte. Aktuell gehört das Traditionsunternehmen National Electric Vehicle Sweden (NEVS), hinter dem zum Großteil chinesische Investoren stehen. Die Probleme sind dadurch offenbar nicht kleiner geworden, denn wegen finanzieller Engpässe wurde vor einigen Wochen die Produktion gestoppt.

Das derzeit einzige Produkt der Schweden ist eine überarbeitete Version des Klassikers 9-3. Ende Mai wurde die Fertigung allerdings wieder eingestellt, da einer der größeren Teilhaber aus China offenbar seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen war. Eigentlich sollten neben dem 9-3 auch Elektrofahrzeuge auf der selben Basis gebaut werden, die für den Export nach China vorgesehen sind. Bislang wurde dieses Projekt aber offenbar noch nicht in Tat umgesetzt. Bislang konnte auch noch kein externer Autobauer als Kooperationspartner gewonnen werden, in der Vergangenheit wurde immer wieder über ein Einstieg der indischen Mahindra und Dongfeng aus China spekuliert. Herausgekommen ist dabei bislang aber nichts.

Frank Volk