Im letzten Quartal des Jahres 2010 hat Saab beim Absatz deutlich zugelegt. (Bild: Saab)

Im letzten Quartal des Jahres 2010 hat Saab beim Absatz deutlich zugelegt. (Bild: Saab)

Der Post-Krisen-Aufwind hat nun auch Saab erfasst: Der schwedische Automobilhersteller fährt langsam aus der Krise. Neue Modelle sollen dafür sorgen, dass dies auch 2011 so bleibt.

Im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2010 hat die ehemalige Tochter des US-Autokonzerns General Motors mehr Fahrzeuge verkauft als im krisengebeutelten Vorjahr. Während die Schweden im vierten Quartal nach Angaben vom Donnerstag mit 11.448 (Vorjahr: 4,994) Einheiten das stärkste Geschäftsvierteljahr 2010 erlebten, kletterte der Absatz im Gesamtjahr immerhin um 15 Prozent auf 31.696 Fahrzeuge.

2011 will Saab mit dem 9-4X einen kleinen SUV und mit dem 9-5 SportCombi ein lang erwartetes Modell einführen. Zudem “wollen wir unser Vertriebsnetz in wichtige Märkte wie China und Russland ausweiten”, sagte CEO Jan Ake Jonsson. Im vergangenen Jahr hatte die Saab Automobile AB bereits den Schritt nach Japan, Kanada, Portugal und Australien gewagt. Jonsson zeigte sich zuversichtlich, dass Saab den Schwung mit der “größten Produktoffensive in der Geschichte des Unternehmens” wird beibehalten können.

Im laufenden Jahr will Saab 80.000 Fahrzeuge verkaufen. 2012 soll es dann 120.000 sein. Dann will Saab dann auch in die Gewinnzone zurückkehren.

Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker hatte die defizitäre Saab Anfang des Jahres für 74 Mio USD übernommen, nachdem General Motors bereits mit der Liquidation des Unternehmens begonnen hatte. Nach sieben Wochen Stillstand wurde die Produktion im Saab-Werk in Trollhättan wieder aufgenommen. Im Verlauf des Jahres stiegen dann die Absatzzahlen von Quartal zu Quartal in etlichen Schlüsselmärkten.

“Eine der größten Herausforderungen 2010 war es, unsere Händler wieder mit Fahrzeugen zu versorgen, vor allem in den USA, wo man einen gewissen Lagerbestand benötigt, um Autos verkaufen zu können”, sagte Spyker-CEO und Saab-Chairman Victor Muller. Anfang des Jahres habe Saab in den Vereinigten Staaten nur noch 500 Fahrzeuge auf dem Lager gehabt. Üblich sind 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge.

Dow Jones Newswires