Ex-Metro-Chef Eckhard Cordes will sein Amt als Aufseher des fränkischen Autozulieferers Schaeffler

Ex-Metro-Chef Eckhard Cordes will sein Amt als Aufseher des fränkischen Autozulieferers Schaeffler niederlegen. - Bild: Metro

Schaeffler hatte den designierten neue Chef Klaus Deller unmittelbar vor Amtsantritt ausgebootet und sich für Klaus Rosenfeld entschieden. Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg hatten vergangenen Mittwoch bekanntgegeben, dass sie Klaus Rosenfeld zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen wollen. Er sollte das Amt ursprünglich nur vorübergehend ausüben.

Eigentlich hatte das Aufsichtsgremium des Automobilzulieferers entschieden, dass Klaus Deller als Vorstandsvorsitzender installiert wird. Deller sollte in dieser Funktion Jürgen Geißinger nachfolgen, der im Oktober das Unternehmen im Unfrieden verlassen hatte.

Schaeffler hatte zuvor monatelang um Deller gebuhlt. Der 52-Jährige kam bei Knorr-Bremse nur mit Mühen aus seinem bisherigen Vertrag. Zu dem Münchner Bremsenhersteller kann Deller nun nicht zurück, dort hat sein Nachfolger Hinrich Woebcken bereits das Sagen. Er hätte eigentlich am 1. Juli seine Tätigkeit bei Schaeffler aufnehmen sollen. Am Mittwoch dann teilte das Unternehmen mit, dass es doch Rosenfeld wird.

“Der Vorstand der Schaeffler AG hat in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet”, hatten die Alleingesellschafter Georg und Maria-Elisabeth Schaeffler in einer Pressemitteilung erklärt. “Wir sind davon überzeugt, dass Kontinuität im Interesse unseres Unternehmens ist.” Stellvertreter des 48 Jahre alten Rosenfeld soll Technologiechef Peter Gutzmer (60) werden, dessen Vertrag ebenfalls um fünf Jahre verlängert werden soll.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Mercedes und Metro Cordes sitzt seit 2010 im Aufsichtsrat von Schaeffler.

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Gabriel Pankow/dpa