Schaeffler Zentrale Herzogenaurach

Wegen einer schwächeren Marktentwicklung vor allem in China sieht Schaeffler für das Gesamtjahr nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent. Bild: Schaeffler

Der Konzern, der im vergangenen Jahr mehr als 12 Milliarden Euro umsetzte, will rund ein Viertel seiner Anteilsscheine an die Börse bringen. Bis zu 166 Millionen neue und bestehende Vorzugsaktien will das Unternehmen im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens bei institutionellen Investoren platzieren, wie Schaeffler mitteilte.

Bis 100 Millionen Aktien stammen dabei aus dem Bestand der Familie Schaeffler und weitere 66 Millionen resultieren aus einer Kapitalerhöhung der Schaeffler AG. Die Einnahmen aus der Platzierung sollen zur Reduzierung der Verschuldung verwendet werden. Ziel der Transaktion ist es, die Kapitalkraft der Schaeffler AG und auch der Holding-Gesellschaften der Familie zu stärken und so die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen.

Mit dem Wachstum geht es aber zunächst einmal abwärts. Wegen einer schwächeren Marktentwicklung vor allem in China kündigte Schaeffler für das Gesamtjahr nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent an. Bislang hatte das Unternehmen hier ein Plus von 5 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr 2015 war der Umsatz währungsbereinigt schon nur noch um 4,9 Prozent gestiegen bzw um 12,4 Prozent inklusive Währungseinflüssen.

Die Investoren dennoch ködern will Schaeffler AG mit einer Dividende, die 25 bis 35 Prozent des Jahresüberschusses erreichen soll. Im vergangenen Jahr hatte sich das Konzernergebnis auf 654 Millionen Euro verfünffacht.

Die Deutsche Bank AG und Citigroup Global Markets Limited begleiten die Platzierung als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Bank of America Merrill Lynch International Limited und HSBC Trinkaus & Burkhardt AG sind als Joint Bookrunners mandatiert. Eine Indikation für die Preise der angebotenen Aktien gibt es noch nicht.

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Dow Jones Newswires/ks