Schaeffler Zentrale

Hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck zwingt den Automobilzulieferer Schaeffler zur Verlagerung seiner Radlagerproduktion. - Bild: Schaeffler

Das sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Herzogenaurach. Grund sei der extreme Kosten- und Wettbewerbsdruck.

Schaeffler stellt Rad- und Wälzlager für die Autobranche und die Industrie her. Die kommenden drei Jahre sollen nun genutzt werden, um mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften sozialverträgliche Lösungen für die Belegschaft auszuhandeln. “Betriebsbedingte Kündigungen bei der Stammbelegschaft sollen vermieden werden”, sagte der Sprecher. Etwa 300 Stellen der Automotive-Arbeitsplätze in Schweinfurt sollen erhalten bleiben.

Hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck

Die IG Metall und der Betriebsrat wollen sich am Nachmittag äußern. Das fränkische Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach hat im vergangenen Jahr gut elf Milliarden Euro Umsatz und 884 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Weltweit beschäftigt Schaeffler etwa 76.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es etwa 29.000.

Am Vormittag hieß es, daß der Konzern will seine Radlagerproduktion nach Tschechien verlegen und im Werk Schweinfurt bis zu tausend Arbeitsplätze abbauen will. Das hätten die betroffenen Mitarbeiter am Montag von ihren Vorgesetzten erfahren, sagte ein Mitglied des Schaeffler-Betriebsrates am Dienstag in Schweinfurt und bestätigte damit einen Bericht des Radiosenders Bayern 1.

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dpa/Guido Kruschke