Seat Ateca

Der Ateca steht noch nicht bei den Händlern und dennoch liegen Seat schon 5.000 Bestellungen vor. Bild: Seat

Das schwarze Schaf der Volkswagen-Familie hat sich zum schönen Schwan gewandelt. Allein im vergangenen Quartal generierte die spanische Volkswagen-Tochter einen operativen Gewinn von 54 Millionen Euro. Ein Plus von 64 Prozent, verkündet Präsident Luca de Meo stolz während der Präsentation des Atecas, die neue dritte Säule neben Ibiza und Leon. Er kostet knapp 20.000 Euro und steht ab Anfang Juli in den Showrooms.

Deutschland wird wohl Hauptmarkt des kompakten Alleskönners werden. Und ist zugleich Neuland für die Spanier in einem Segment, indem der Wettbewerb enorm ist. Mit gutem Grund tummeln sich Hyundai oder VW in der geländegängigen Klasse. In der europäischen Zulassungsstatistik fuhren die SUVs 2015 erstmals an die Spitze. In Deutschland sind fast ein Fünftel aller Neuzulassungen SUVs und Geländewagen. Und die Beliebtheit bleibt noch eine Weile: Felix Kuhnert, Partner und Leiter des Bereichs Automotive bei PwC in Deutschland und Europa: „SUV und Geländewagen treffen den Zeitgeist. Dynamisches Design und praktischer Nutzwert überzeugen viele neue Kunden – verbesserte Verbrauchswerte und günstigere Benzinpreise erhöhen weiter die Gunst der Fahrzeuge.“

Seat sieht das ähnlich optimistisch. Deutschland-Chef Bernhard Bauer schätzt einem Absatz allein in Deutschland von 20.000 Ateca pro Jahr bei einem Gesamtmarkt von geschätzten 330.000 Einheiten.