Forum 2013 Sven Schuwirth

Sven Schuwirth: "Audi setzt künftig mehr denn je auf Emotionalität und technologische Raffinessen." - Bild: Tobias Bugala

Das Auto hat Zukunft – zumindest wenn es nach Sven Schuwirth geht. Der Audi-Mann kennt die Bedrohungsszenarien für die vor 125 Jahren von Gottlieb Daimler in die Welt gesetzte Technologie-Spezies.

Steigenden Spritpreisen, ökologischen Reglementierungen, immer längeren und sich häufenden Verkehrsstaus, teurem und sich verknappendem Parkraum zum Trotz: Die Nachfrage nach individueller Automobilität wird nicht versiegen, glaubt Schuwirth.

Dem Leiter Marken- und Vertriebsentwicklung bei Audi ist bewusst, dass sich das Nachfrageprofil ändern wird und dieser Prozess auch bereits begonnen hat. Zwar bekommt der Sockel des Statussymbols Automobil gesellschaftlich bereits erste Risse, Umfragen hätten aber ergeben, dass beispielsweise auch die in der digitalen Umwelt herangewachsene “Generation Y” noch ein eigenes Auto besitzen will. Auch lieben die meisten Kinder nach wie vor automobiles Spielzeug und für ältere Menschen werde das Auto zum wichtigsten Produkt.

Ingolstädter setzen auf Emotionalität und technologische Raffinessen

Audi setzt künftig mehr denn je auf Emotionalität und technologische Raffinessen. Zu letzterem zählen die Ingolstädter eine konsequente Weiterentwicklung der Diesel-Direkteinspritzung (TDI), synthetische Kraftstoffe wie  e-Gas und Fahrerassistenzsysteme (Augmented Drive), welche den Fahrer etwa in Stausituationen „entstressen“ und völlig autonom einparken können. Die Emotionalität beflügeln sollen zahlreiche neue Flagshipstores mit interaktiven Konfiguratoren und Erlebniswelten bis hin zur virtuellen Probefahrt.

Audi-Chef Rupert Stadler hatte unlängst vor Unternehmenslenkern, Wissenschaftlern und Studenten der Technischen Universität München in Garching erklärt, dass der Fahrer eines Audi A3 g-tron mit synthetischem Gas so klimaschonend unterwegs sei wie ein Elektroauto, das mit regenerativ erzeugtem Strom geladen wird. Audi demonstriert in der größten Power-to-Gas-Anlage der Welt im Emsland, wie aus überschüssigem Strom eines Windparks synthetisches Gas hergestellt wird.

Christian Klein