"Ausgezeichnete Entscheidung" Seat-Chef Stackmann sieht in der Entscheidung zum Bau eines SUV einen Baustein für weiteres Wachstum der spanischen VW-Tochter. Bild: Seat

Seat-Chef Jürgen Stackmann (re.) und Entwicklungvorstand Matthias Rabe (li.) bei der Enthüllung des neuen Hoffnungsträgers Leon Sports Tourer. - Bild: Volk

Hier gelte es basierend auf den starken Produkten vorhandenes Potenzial zu nutzen und die Position der spanischen Marke zu stärken.

Das sagte der neue Seat-Vorstandsvorsitzende Juergen Stackmann bei der Vorstellung des Seat Leon ST in Barcelona. Mit der Kombi-Version, die offiziell bei der IAA vorgestellt wird und die noch im vierten Quartal in Europa an den Verkaufsstart geht, will Seat in Europa weiter wachsen.

Stackmann setzt auf die Europa-Karte

Vor einem Jahr stand der Markteinstieg der VW-Tochter in China ganz oben auf der Agenda von Stackmann-Vorgänger James Muir. “Als Konzernmarke muss Seat internationalisiert werden. Hier müssen wir Prioritäten setzen, um die besten Chancen zu nutzen und die vielversprechendsten Ertragsmöglichleuten zu erschließen. Das internationale Bedürfnis für Seat haben wir jetzt mit China priorisiert?, fasste Muir seinerzeit den Schritt ins Reich der Mitte zu gehen, zusammen.

Jürgen Stackmann Seat

Seat-Chef Stackmann verspricht sich vom neuen Leon ST eine erhebliche Wachstumsdynamik. - Bild: VW

Von dieser Priorisierung ist bei Stackmann nicht viel übrig geblieben. Natürlich sei China ein hoch interessanter Markt, für Seat habe aber derzeit die erfolgreiche Markteinführung des Leon in Europa Priorität. Dementiert hat Stackmann zuletzt aufgetauchte Spekulationen, die spanische Marke könne sich ganz aus China zurück ziehen.

Spanier sehen sich auf Wachstumskurs

Vor allem die positiven Absatzzahlen beim “spanischen Golf” bescherten Seat im ersten Halbjahr gegen den Markttrend ein beachtliches Wachstum um 10,6 Prozent in Westeuropa.

Und gerade der Leon sorgt für erheblichen Schwung. Mit einm Absatzsprung von 30 Prozent nach oben fiel das Wachstum der VW-Tochter in Deutschland am stärksten aus. Mit dem Sports Tourer als weiteres Modell soll sich der Turnaround zu einer soliden Wachstumsstory entwickeln. Stackmann rechnet mit einem Absatzanteil von 40 bis 50 Prozent beim Kombi. Dabei schielt der Vetriebsexperte an der Seat-Spitze vor allem auf Flottenkunden. Der neue ST startet im November 2013, zum Markstart werden alle Motoren verfübar sein, verspricht Stackmann. 2014 kommen dann auch die Modelle mit Allradantrieb.

SUV-Variante wird mit Sicherheit kommen

Wie der Seat-Chef der AUTOMOBIL PRODUKTION sagte, liege sein strategischer Fokus jetzt auf der erfolgreichen Marktplatzierung der neuen Modellen und darauf, das Potenzial der Marke in Europa abzurufen. In diesem Zusammenhang soll die Leon-Produktfamilie weiter ausgebaut werden. Als “sehr interessant” bezeichnete Stackmann eine SUV-Variante. Allerdings sei noch keine Entscheidung gefallen, wann dieses Modell kommen soll.

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Frank Volk