Wie die “Börsen-Zeitung” berichtet, rechnet VW-Chef Martin Winterkorn damit, dass Seat auch 2011 Verluste einfahren wird. Seat, das Sorgenkind von Volkswagen, wird es auch im kommenden Jahr nicht aus den roten Zahlen schaffen. 2011 bringe sicher noch nicht die Ergebniswende, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn in einem Interview mit der “Börsen-Zeitung”. Der neue Seat-Chef James Muir hatte vor einigen Tagen gesagt, er wolle die Verluste reduzieren und innerhalb von fünf Jahren wieder Gewinne einfahren.

Ende Oktober hatte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch gesagt, dass es dem Dauer-Sorgenkind Seat schon bald wieder besser gehen werde. Bei der spanischen Tochter müsse noch ein Jahr abgewartet werden, dann “dürfte sich die Situation erheblich verbessert haben”.

Seat hatte in den ersten neun Monaten einen operativen Verlust von 218 Millionen Euro eingefahren und wird trotz der Kosteneinsparungen auch 2010 keinen Gewinn abwerfen. Um die Kapazitäten besser auszulasten, soll demnächst Audis kleiner Geländewagen Q3 im Seat-Werk in Spanien vom Band laufen.

Dow Jones Newswires