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Segula Technologies startete am 2. September operatives Geschäft mit europäischem Entwicklungs-Campus in Rüsselsheim: Martin Lange (rechts), Managing Director Segula Technologies, und Christian Müller, Managing Director Engineering Opel. Bild: Segula

Es gebe ein großes Interesse der europäischen Hersteller, großer Zulieferer sowie der asiatischen Importeure, die Testanlagen in Rüsselsheim und Rodgau-Dudenhofen zu nutzen, sagte Segula-Deutschlandchef Martin Lange am Dienstag. Erste Aufträge seien demnächst unterschriftsreif. Der im November vergangenen Jahres geschlossene Übernahmevertrag sehe auch vor, dass Opel und der Mutterkonzern PSA nur noch über Segula Zugriff auf die Anlagen hätten.

Der französische Dienstleister hatte zum Monatsbeginn größere Teile des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim übernommen, dabei aber nur rund 700 statt der 2000 geplanten Mitarbeiter von Opel erhalten. Diese brächten genug Arbeit von Opel mit, sagte Lange. Vertraglich hätten PSA und Opel 63 konkrete Projekte aus der herkömmlichen Fahrzeugtechnik an Segula mitgegeben, wobei das Volumen über die kommenden vier Jahre langsam abschmelze. Im vierten Jahr werde Segula auf dem deutschen Automotive-Markt etabliert und profitabel sein.

Zu Beginn habe man so viel Arbeit, dass man noch vorübergehend zusätzliche Kräfte von Opel benötige, erläuterte Lange, der keine weiteren Angaben zu einer finanziellen Mitgift machen wollte, die Opel an den Dienstleister leistet. Im Laufe der Zeit werde man dann zusätzliche Aufträge von außen annehmen und die Belegschaft vergrößern.

"Wir gehen genau mit den Anlagen, Einrichtungen und Prüfständen an den Start, mit denen wir starten wollten", erklärte Lange. In etwa drei Wochen will Personalchef Udo Bekker einen Plan zur Einstellung einer niedrigen dreistelligen Zahl externer Bewerber vorlegen. Nach seinen Angaben haben rund 400 der 700 Ex-Opelaner bereits vor dem offiziellen Betriebsübergang freiwillig einen Arbeitsvertrag bei Segula abgeschlossen. Die übrigen seien über den Betriebsübergang gekommen, was nun aber im Alltag aber keine Rolle mehr spiele.