Einsatz von Robotern im Karosseriebau bei  Volkswagen Poznań

Volkswagen Poznań hat in moderne Technologien investiert. Im Karosseriebau kommen 450 neue, multifunktionsfähige Roboter zum Einsatz. Bild: Volkswagen

| von Götz Fuchslocher

Die Erweiterung des Werks in Poznań nahm über zwei Jahre Zeit in Anspruch. Der Anlauf der Serienproduktion ist Volkswagen zufolge für September geplant. Dann soll das Volumen stufenweise anziehen und die volle Kapazität schließlich in 2021 erreicht werden, wie Dietmar Mnich, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Poznań und Werkleiter des Standortes, erklärt. „Wir haben rund 90 Prozent der Investitionen für die Vorbereitung des Werks auf die Produktion neuester Fahrzeugmodelle, insbesondere des neuen Caddy, abgeschlossen. Die ersten Fahrzeuge zum Test der Fertigungsprozesse laufen derzeit durch die neuen Anlagen."

Die erste Stufe des Werkausbaus war die Integration zweier Teile des Geländes, die bislang durch einen öffentlichen Weg getrennt waren. Im nächsten Schritt entstand eine neue Logistikhalle mit einer Lagerfläche von 46.000 m² für Komponenten der Produktion des Caddy und T6.1. Die größte finanzielle und organisatorische Herausforderung der vergangenen zwei Jahre war laut Volkswagen die Erweiterung des Karosseriebaus. Neben der neuen Halle mit einer Gesamtfläche von über 14.000 m² und einem Fassungsvolumen von 200.000 m³ investierte VW vor allem in moderne Technologie: Im Karosseriebau des Caddy kommen 450 neue, multifunktionsfähige Roboter zum Einsatz. Sie sollen eine präzise Bearbeitung und Verschweißung der hochfesten und warm gefalzten Bleche ermöglichen. Gleichzeitig steige der Automatisierungsgrad im Karosseriebau von ursprünglich 43 auf über 80 Prozent.

Szene aus der Caddy-Fertigung bei Volkswagen Poznań
Volkswagen testet derzeit die Fertigungsanlagen im Werk Poznań. Bild: Volkswagen

Die Automatisierung der Produktionsprozesse bringt laut Volkswagen auch umfangreiche Veränderungen der Organisation mit sich. „Zusammen mit dem technischen Fortschritt entstehen neue Kompetenzanforderungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Bau der Karosserie des neuen Caddy erfordert einen deutlich niedrigeren Anteil manueller Tätigkeiten, während der Bedarf zum Steuern der Anlagen und Maschinen nahezu um das Dreifache steigt. Für das Werk in Poznań haben wir in den vergangenen zwei Jahren deshalb über 1.800 Schulungen umgesetzt, deren Ziel die Umschulung und Weiterbildung der Mannschaft für ihre neuen Aufgaben war“, sagt Jolanta Musielak, Vorstandsmitglied für Personal und Organisation.

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