Strangpresse von Graphitelektroden

Strangpresse von Graphitelektroden bei SGL Carbon. - Bild: SGL Group

Vor allem das spätzyklische Geschäft mit Graphitspezialitäten (GMS-Sparte) und ein weiter reduzierter Verlust im Carbonfasergeschäft (CFC-Sparte) sollten dazu beigetragen haben. In der GMS-Sparte profitiert der Wiesbadener Graphitspezialist von der guten Nachfrage aus der Halbleiter-, LED- und Solarindustrie.

In der größten Sparte Performance Products rechnen die Beobachter zwar weiterhin mit einer guten Absatzsituation bei Graphitelektroden, der Preisdruck sollte hier allerdings auch im Schlussquartal angehalten haben.

Die vom Unternehmen angekündigte Auslastung von etwa 75 Prozent dürfte nach Meinung von Analysten nicht ausreichen, um nachhaltige Preiserhöhungen durchzusetzen. Belastet werde das MDAX-Unternehmen zudem von einem weiterhin schwächelnden Kathodengeschäft und höheren Rohstoffkosten.

Für das Gesamtjahr 2010 hatte SGL ein Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent und einen überproportionalen Anstieg des Konzern-EBIT von fast 20 Prozent auf bis zu 130 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Des Weiteren will der Konzern ein “respektabeles positives Nettoergebnis” ausweisen, nach einem Verlust im Vorjahr. Auch für 2011 hat der Konzern bereits eine Prognose gegeben. Im laufenden Jahr soll das EBIT demnach um rund 40 Prozent bis 50 Prozent steigen auf Basis der 2009 erzielten 110 Millionen Euro. Die genauen Zahlen werden am 17. März bekanntgegeben.

Die auf leichte Bauteile auch für die Autoindustrie spezialisierte SGL Carbon SE hat seit Ende Februar mit der Volkswagen AG einen neuen Großaktionär. Das Wofsburger Unternehmen habe vergangene Woche einen Anteil von insgesamt 8,18 Prozent der Aktien an dem Spezialist erworben.

Dow Jones Newswires/gk