Wolfgang Krause SHW

Wolfgang Krause: SHW will seine Internationalisierung vorantreiben und seinen Kunden in Wachstumsmärkten wie China, Brasilien und Indien folgen. - Bild: SHW

Wie der Hersteller von Pumpen, Motorkomponenten und Bremsscheiben am Freitag mitteilte, wird die Aufnahme in den Prime Standard des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse angestrebt.

Das Unternehmen erwartet sich aufgrund des weltweiten Trends zur Verringerung des CO2-Ausstoßes von Fahrzeugen weitere Wachstumschancen. Außer für klassische Verbrennungsmotoren liefert der Konzern auch Komponenten für Hybridfahrzeuge, bei denen zusätzlich ein Elektromotor zum Einsatz kommt. “Ein Hybridfahrzeug benötigt drei Ölpumpen statt eine oder zwei bei konventionellen Fahrzeugen”, erklärte SHW-Chef Wolfgang Krause. “Der Markt für SHW-Pumpen wird sich dadurch entsprechend vergrößern.”

Zudem will der Konzern seine Internationalisierung vorantreiben. “Wir werden unseren Kunden in Wachstumsmärkte wie China, Brasilien und Indien folgen”, wird Krause in der Mitteilung zitiert.

Das Traditionsunternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern liefert Bremsscheiben, Pumpen und Motorkomponenten an die großen Automobilhersteller. Die Gießerei war noch vor dem Verkauf an Nordwind an das eigene Management abgegeben worden. Die Anfänge der Schwäbischen Hüttenwerke gehen aufs Jahr 1365 zurück. Damit gelten sie als eines der ältesten noch bestehenden Industrieunternehmen in Deutschland.

Im ersten Quartal 2011 erzielte der schwäbische Konzern einen Umsatz von rund 88,5 Millionen Euro, 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Aufgrund des internationalen Trends zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Fahrzeugen erwartet sich das Unternehmen weitere Wachstumschancen. Der geplante Börsengang wird von der Commerzbank und BNP Paribas begleitet.

dpa-AFX/Guido Kruschke

In der ersten Fassung der Meldung wurde irrtümlich die Firmenbezeichnung SHW Werkzeugmaschinen GmbH verwendet. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.