Diess Dobrindt VW

Verkehrsminister Alexander Dobrindt und VW-Markenchef Herbert Diess informierten sich über die praktische Umsetzung der Umrüstung. Bild: Volkswagen

Diess und Dobrindt informierten ich in der Servicewerkstatt eines Berliner Autohauses über die praktische Durchführung der Software-Aktualisierung beim 2.0 TDI Motor. Den Anfang macht Volkswagen mit dem Modell Amarok, in Kürze wird der Volkswagen Passat folgen. “Mit dem Start des Rückrufs machen wir einen großen Schritt nach vorne”, sagte der VW-Manager und ergänzt: “Unsere Kunden bekommen eine gute technologische Lösung für ihr Auto und können sich zudem auf eine schnelle Umsetzung der Umrüstung verlassen.”

Um eine effiziente Umrüstung zu gewährleisten, seien die betroffenen Fahrzeugmodelle in mehrere Gruppen gestaffelt. Erst nach Prüfung und Bestätigung durch das KBA werden die betroffenen Kunden angeschrieben und über die Rückrufmaßnahme informiert. In einem Schreiben werden die Fahrzeughalter dann gebeten, mit einem Volkswagen Partnerbetrieb einen Termin zu vereinbaren. Zeitlich wird sich die Umsetzung der Maßnahmen über das gesamte Jahr 2016 erstrecken.

Für die 1,2 Liter, 1,6 Liter und 2,0 Liter-Motoren des Typs EA189 ist ein Software-Update vorgesehen, die reine Arbeitszeit soll weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Beim 1,6 Liter-Motor wird zusätzlich ein Strömungsgleichrichter im Ansaugtrakt eingesetzt, so dass für die reine Arbeitszeit, inklusive Software-Update, knapp 45 Minuten kalkuliert werden.

Die Rückrufaktion hat jetzt mit dem 2.0 TDI-Motor im Amarok begonnen. Durch Aufspielen einer neuen Motorsteuerungs-Software erfüllt der Amarok die erforderlichen Grenzwerte zur Einhaltung der EU5-Abgasnorm. Ziel von Volkswagen sei es gewesen, durch diese Maßnahmen keine Veränderung der Verbrauchswerte, der Leistungsdaten oder der CO2- und Geräuschemissionen bei den betroffenen Fahrzeugen herbeizuführen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat für den Amarok bestätigt, dass dieses “Ziel vollumfänglich erreicht” worden sei.

Wenige Wochen später folgen neben dem Passat auch die anderen Modelle mit den betroffenen 2.0 TDI-Motoren. Voraussichtlich zum Ende des zweiten Quartals wird mit den Umrüstungen bei den 1,2 Liter-Motoren begonnen. Zum Abschluss der Rückrufaktion ab dem dritten Quartal des Jahres erfolgt die Umsetzung bei den Fahrzeugen mit 1,6 Liter-Motor.

In Absprache mit den jeweils zuständigen Behörden und gemäß den landesspezifischen Vorgaben beginnt parallel auch die Umsetzung der technischen Maßnahmen in den anderen europäischen Ländern.

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gp