Ein rein batterieelektrische Skoda Enyaq iV fährt auf einer Straße.

Trotz der negativen Auswirkungen der Coronakrise blickt Skoda optimistisch in die Zukunft und setzt verstärkt auf E-Mobilität. Bild: Skoda

| von Claas Berlin

Die tschechische VW-Tochter lieferte weltweit 1.004.800 Fahrzeuge an Kunden aus und übertraf die Marke von einer Million abgesetzten Fahrzeuge zum siebten Mal in Folge. Dennoch waren die Rückgänge in den einzelnen Märkten in Folge der Coronakrise signifikant: Allein in China ging der Absatz um 38,7 Prozent zurück, in Zentraleuropa um 15,7 Prozent. Lediglich in Russland verzeichnete der OEM ein leichtes Absatzplus von 6,8 Prozent.

Der jahrelange Erfolgskurs der VW-Tochter mit wachsenden Umsatz- und Absatzzahlen hat damit erstmals wieder einen Dämpfer erfahren. Gleichwohl übernimmt die Marke künftig noch mehr Verantwortung im Volkswagen-Konzern und engagiert sich in weiteren Wachstumsmärkten: Nach Indien trägt Skoda nun auch die Verantwortung für Russland inklusive der GUS-Staaten sowie für Nordafrika mit den Ländern Ägypten, Algerien, Marokko und Tunesien.

2018 hatte Skoda mit Indien erstmals die konzernweite Verantwortung für die Entwicklung einer lokalen Plattform und für die gesamten Konzernaktivitäten in einer Weltregion übernommen. Im Rahmen dieser Verantwortung feierte Skoda im März 2021 die Premiere des Kushaq auf dem indischen Markt. Das Mittelklasse-SUV ist das erste Serienmodell des tschechischen Fahrzeugherstellers, das auf der speziell für Indien angepassten MQB-A0-IN-Version des Modularen Querbaukastens basiert.

Milliardeninvestition in Zukunftsthemen

In den kommenden fünf Jahren investiert der OEM insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien: Rund 1,4 Milliarden Euro fließen in den weiteren Ausbau der E-Mobilität, mit 650 Millionen Euro forciert Skoda seine Digitalisierungsaktivitäten und 350 Millionen Euro werden in die Werke und Produktionsanlagen investiert.

Mit der „GreenFuture Strategie“ hat sich das Unternehmen zudem verpflichtet, seine kumulierten CO2-Flottenemissionen zwischen 2015 und 2025 um 30 Prozent zu verringern. „Wir bekennen uns klar zur Elektromobilität hier bei Skoda und möchten von dem wachsenden Markt relevante Marktanteile sichern“, unterstreicht Thomas Schäfer, Vorstandsvorsitzender von Skoda.

Produktion des Skoda Enyaq iV in Tschechien.
Rund 1,4 Milliarden Euro steckt der Autobauer in den nächsten fünf Jahren in den weiteren Ausbau der E-Mobilität. Bild: Skoda

Skoda begrüßt Überlegungen für Gigafactory in Tschechien

Seit mehr als einem Jahr fertigt Skoda am Stammwerk in Mladá Boleslav sowohl Hochvoltbatterien für E-Autos aus dem eigenen Portfolio als auch für Plug-in-Hybridmodelle der Marken Volkswagen, Audi und Seat. Entscheidend für den Durchbruch der Elektromobilität im Heimatmarkt Tschechien seien nach Unternehmensangaben der Ausbau von Grünstrom sowie eine flächendeckende Ladeinfrastruktur.

Der OEM begrüßt dabei die grundsätzlichen Überlegungen für eine Gigafactory in Tschechien, um den Automobilstandort weiter zu stärken und zukunftssicher zu machen. „Unser Ziel ist es, dass Skoda und Tschechien als Automobilstandort gestärkt aus dem tiefgreifenden Transformationsprozess hervorgehen. Deshalb würden wir uns freuen, wenn wir in Zukunft auch in Tschechien eine Gigafactory hätten“, unterstreicht Schäfer.

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