In seinem neuen Zentrum für den Bau von Testträgern und Prototypen vereint Škoda Auto die komplette Fertigung dieser speziellen Fahrzeuge unter einem Dach.

Im Neubau des Automobilherstellers befinden sich Karosseriebau, Endmontage, Lackiererei und Logistik sowie Büro- und Meeting-Räume. Bild: Škoda

Škodas neues Fertigungszentrum der Technischen Entwicklung vereint nun alle Produktionsschritte für Testfahrzeuge und Prototypen unter einem Dach. Der Neubau erstreckt sich über drei Etagen. Für kurze Wege befinden sich Teilelager, Karosseriefertigung sowie Endmontage und Lackiererei auf kleinstem Raum. Entlang des gesamten Prozesses nutze man moderne Technologien wie Roboterstationen und greife auf Möglichkeiten aus dem Bereich der Virtual Reality zurück, heißt es bei der Volkswagen-Tochter.

Mithilfe von Testträgern können wir bereits in einem frühen Stadium der technischen Entwicklung Rückschlüsse zu zahlreichen technischen Parametern ziehen und lange vor Beginn der Serienfertigung eines neuen Modells die nötigen Anpassungen vornehmen", sagt Johannes Neft, seit Anfang Januar Vorstand für Technische Entwicklung bei Škoda Auto.

In dem Gebäudekomplex am Standort Mladá Boleslav baut der OEM 300 Testfahrzeuge sowie 120 Prototypen pro Jahr unter einem Dach. David Vaněk, Leiter der Abteilung Modell- und Prototypenbau, ergänzt: "Das Gebäude bietet zudem hochmoderne Technologien aus dem Virtual-Reality-Bereich sowie 168 Arbeitsplätze in Open Space-Büros und 13 Meeting-Räume. Ein Großteil des Komplexes steht mit einer Fläche von 14.000 Quadratmetern für den Fahrzeugbau zur Verfügung.

Der Anteil der Automatisierung steigt auf 45 Prozent

Dank zweier Roboterstationen steigt der Anteil der Automatisierung in der Karosseriefertigung dem OEM zufolge von 15 auf 45 Prozent. Die Fertigungskapazität verdoppele sich dadurch auf zehn Karosserien pro Woche – bei gleichzeitig 20 Prozent weniger Platzbedarf. Darüber hinaus lassen sich im Karosseriebau auch Leichtbaukonstruktionen fertigen. Zum Testen von Fügetechniken wie dem Clinchen oder Nieten, dem bohrungslosen Formschrauben (FDS), dem Laserschweißen und der Mischbauweise habe man den Karosseriebau außerdem um ein Innovationszentrum erweitert.

Technologien aus dem Bereich der Virtual Reality erlauben es, Arbeitsplätze vorab zu konfigurieren und anzupassen. Wie Škoda mitteilt, ist die Qualitätskontrolle künftig in den Produktionsprozess integriert und läuft parallel zu den jeweiligen Fertigungsschritten. Für entsprechende technische Abnahmen steht ein Rollenprüfstand bereit, auf dem Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h simuliert werden können.

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