Skoda Auto Werk Kvasiny - Produktionsrekord

Skoda Auto mit Produktionsrekord im Werk Kvasiny: Bei der Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse im Werk kommen immer weitere Technologien aus dem Feld der Industrie 4.0 zum Einsatz. Bild: Skoda

| von Götz Fuchslocher

„Im Jahr 2019 haben wir umfangreich in den Umbau des Standorts Kvasiny investiert und gemeinsam den Produktionsanlauf des Skoda Superb iV realisiert. Dieser Meilenstein in der Werks- und Unternehmensgeschichte ist ebenso wie der erneute Produktionsrekord von über 320.000 Fahrzeugen ein beeindruckender Beleg für die hohe fachliche Kompetenz und den Teamgeist unserer rund 9.000 Beschäftigten vor Ort“, so Michael Oeljeklaus, Skoda Auto-Vorstand für Produktion und Logistik. Miloš Halbich, Leiter des Werks Kvasiny, betont: „Seit vielen Jahren modernisieren wir unser Werk kontinuierlich, um die Kapazitäten maximal auszunutzen und das Produktionsvolumen zu erhöhen. Kvasiny zählt heute zu den modernsten Fertigungsstätten der gesamten Automobilindustrie und ist für Skoda Auto ein Kompetenzzentrum im Bereich Produktion.“

Am ostböhmischen Standort entstehen die Modelle Superb, Superb iV, Karoq und Kodiaq e. Im Juli 2019 startete die Produktion des modernisierten Flaggschiffs Superb, im September verließ der erste in Serie gefertigte Superb iV mit Plug-in-Hybridantrieb die Werkshallen – ein Meilenstein für Werk und Unternehmen, wie das Unternehmen hervorhebt. In die notwendigen Umbaumaßnahmen am Standort und die umfangreiche Vorbereitung auf die Produktion des ersten elektrifizierten Serienmodells der Firmengeschichte habe man rund zwölf Millionen Euro investiert. Der Superb iV wird ausschließlich in Kvasiny gefertigt und entsteht auf derselben Fertigungsstraße wie die Superb-Varianten mit konventionellem Verbrennungsmotor. Bis heute wurden bereits mehr als 2.000 Einheiten des elektrifizierten Flaggschiffs gefertigt. Um seine Mitarbeiter im Bereich Elektromobilität umfassend fortzubilden, baute der OEM vor Ort ein neues Trainingszentrum auf, in dem sich mehr als 6.000 Mitarbeiter weiterqualifiziert hätten, heißt es.

Am Standort Kvasiny treibe man die Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse weiter voron, teilt der Autohersteller mit. Zu den Technologien auf dem Gebiet der Industrie 4.0 zählen etwa das Mitte 2019 eingeführte "BinPicking System", bei dem im Karosseriebau benötigte Teile mithilfe eines 3D-Kamerasystems vollautomatisch einem Behälter entnommen und in den Förderer eingelegt werden. Zum Einsatz kommt ein hochmoderner autonomer Transportroboter mit einer Tragkraft von 130 Kilogramm, der die effizienteste Route zum Ziel selber plant. Zur weiteren Erhöhung der Arbeitssicherheit im Werk kommt ein Warnsystem zum Einsatz, das Kollisionen zwischen Gabelstaplern und Mitarbeitern vorbeugen soll. Zu diesem Zweck trägt die Belegschaft spezielle Uhren, die mit einer in den Gabelstapler verbauten Steuereinheit kommunizieren.