Skoda

Skoda möchte, dass sein Mutterkonzern Volkswagen seine europäischen Produktionsvolumen weiter ausbaut, nachdem der Plan für das Mehrmarkenwerk in der Türkei ins Stocken geraten war. Bild: Skoda

| von Stefan Grundhoff

Laut einem Bericht der tschechischen Zeitung Hospodarske Noviny hat das Management von Skoda beim Vorstand des VW-Konzerns eine Petition zur Erweiterung seiner europäischen Kapazitäten eingereicht, um die Nachfrage nach Crossovern zu befriedigen. Die Einführung des Octavia der vierten Generation, das im tschechischen Werk Mlada Boleslav hergestellt wird, dürfte die Situation noch verschärfen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Produktion von Modellen in die Produktionsstätten des Unternehmens in Brastislava (Slowakei) oder Gyor (Ungarn) zu verlagern.

Skoda rechnete damit, Teil des geplanten Mehrmarkenwerks zu werden, das der VW-Konzern in der Türkei bauen will, um seine Kapazität für den europäischen Markt zu erhöhen. Die beiden Skoda-Werke in Mlada Boleslav und Kvasiny sind an ihren Kapazitätsgrenzen. Die militärische Intervention der türkischen Regierung in Nordsyrien im vergangenen Jahr hat jedoch dazu geführt, dass die Entscheidung über den Baubeginn auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde.

Derzeit besteht nur eine geringe Aussicht auf einen zeitnahen Baubeginn für das türkische Werk. Dieses Werk sollte einen gemeinsamen Produktionsstandort für den Superb und den VW Passat der nächsten Generation bilden, nachdem dessen Produktionszentrum in Emden ab 2023 zu einem vollständigen Elektrofahrzeugwerk werden wird. Bratislava baut aktuell den Citigo und erhält künftig einen Teil der Karoq-Produktion.