Der tschechische Autobauer will in den nächsten Jahren die weltweiten Auslieferungen auf mindestens 1,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr steigern. “Das neue Motorenzentrum ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Marke Skoda und den Standort Tschechien”, so Skoda Entwicklungsvorstand Frank Welsch.

Größte Entwicklungs-Investition eines privaten Konzerns in Tschechien

Bereits heute leistet die Volkswagen-Tochter wichtige Entwicklungsarbeiten im Rahmen des Konzernverbundes bei Bremsen, Getrieben, Motoren und Komponenten. Für den Neubau des Motorenzentrums investierte Skoda gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern rund 45 Millionen Euro ? mehr als 34 Millionen Euro in das neue Gebäude und weitere rund 10 Millionen Euro in dessen Ausstattung. Das ist eine der aktuell größten Entwicklungs-Investitionen eines privaten Unternehmens in der Tschechischen Republik.

Im Kern verfügt das neue Motorenzentrum über 21 Motorprüfstände. Neben der Erprobung neuer, für die Serienproduktion vorbereiteter Motorgenerationen sind auf dem leistungsstärksten 400-kW-Prüfstand auch hochdynamische Tests möglich, wie sie beispielsweise für die Motorsportaktivitäten des tschechischen Autobauers erforderlich sind. Sechs weitere spezielle Prüfstände nutzt Skoda für Funktions- und Dauertests einzelner Komponenten und Systeme der Verbrennungsmotoren.

Umweltschonender Betrieb

Beim Bau des neuen Motorenzentrums legte Skoda laut eigenen Aussagen “besonderen Wert auf einen möglichst umweltschonenden Betrieb.” So sind die Leistungsprüfstände imstande, Strom ins Versorgungsnetz zurückzuleiten oder für den direkten Verbrauch im Gebäude zur Verfügung zu stellen. Die Rückleitung der bei Motorentests entstehenden Wärme aus Kühlkreislauf und Abgasabsaugung dient dem Heizsystem im Gebäude und erfolgt über Wärmetauscher. Die Kühlwasser-Versorgung der Kühltürme wird ressourcenschonend aus dem nahegelegenen Fluss Jizera erfolgen.

Gabriel Pankow / Quelle: Skoda