Skoda Kodiaq

Die Skoda-Arbeiter sollen eine Lohnerhöhung von immerhin zwölf Prozent bekommen. Bild: Skoda

| von Stefan Grundhoff

Die Gewerkschaft Kovo führte seit mehreren Wochen mit dem Skoda-Management heftige Verhandlungen über Lohn- und Gehaltsstrukturen in den Werken Mlada Boleslav und Kvasiny. Ursprünglich hatten die Arbeiter einer Lohnerhöhung von 8,4 Prozent zugestimmt, doch die Vereinbarung scheiterte an den Gewerkschaftsforderungen nach einer höheren Abfindung. Die Gewerkschaften hatten ein Plus von 14 Prozent gefordert. Die Führung der Gewerkschaft wird nächste Woche über das neue zwölfprozentige Lohnangebot abstimmen, wobei erwartet wird, dass die Annahme eine Formalität sein wird. Die Erhöhung gilt jedoch nur bis zum 31. März 2019.

Neben dem erhöhten Lohnniveau scheint es auch Fortschritte bei den Wochenendschichten gegeben zu haben. Dies ist besonders wichtig für Skoda, da dringend erweitere Kapazitäten benötigt werden, um die große Kundennachfrage – speziell nach den Crossovern - zu befriedigen. Die Betriebsmarge von Skoda im vergangenen Jahr lag mit 9,7 Prozent über der von Audi mit 8,4 Prozent und war mehr als doppelt so hoch wie bei Volkswagen mit 4,1 Prozent. VW-Arbeiter konnten zuletzt eine starke Lohnerhöhung von 4,3 Prozent bei der IG Metall für sich verbuchen.