Eine Wärmebildkamera zeigt bei Skoda, wo Wärme über die Gebäudewände verloren geht und deckt solche Stellen auch innerhalb des Heizsystems auf.

Das Škoda-Werk Vrchlabí produziert zum Jahresende als erster Standort des Herstellers CO2-neutral. Eine Wärmebildkamera zeigt, wo Wärme über die Gebäudewände verloren geht und deckt solche Stellen auch innerhalb des Heizsystems auf. Bild: Škoda

| von Götz Fuchslocher

Die größten Kohlendioxid-Einsparungen im Komponentenwerk Vrchlabí hat laut dem Autoabuer die konsequente Umstellung des Werks auf erneuerbare Energien ermöglicht. Die CO2-Emissionen konnten so von ursprünglich 45.000 Tonnen pro Jahr auf aktuell noch 3.000 Tonnen reduziert werden. In einem nächsten Schritt werde man nun auch die verbliebenen Emissionen mithilfe weiterer Kompensationsmaßnahmen sowie über Kompensationszertifikate ausgleichen.

Ab der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts nutzen wir an unseren tschechischen Standorten ausschließlich CO2-neutral gewonnene Energie für die Fahrzeug- und Komponentenproduktion", erklärt Michael Oeljeklaus, Škoda Auto-Vorstand für Produktion und Logistik. "Bei der Umsetzung dieses Vorhabens ist das Werk Vrchlabí ein absoluter Vorreiter. Es wird seiner Rolle als Hightech-Standort damit auch in den Bereichen Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz voll gerecht.

Allein durch die Erneuerung der Heizanlagen des Werks in den Jahren 2012 und 2013 als bislang größtem Einzelposten konnte dem OEM zufolge der Energiebedarf um 6.700 Megawattstunden (MWh) gesenkt werden. Das Werk verfolge zwölf Projekte, die insgesamt mehr als 2.000 MWh Wärmeenergie und fast 1.800 MWh Elektrizität einsparen werden. Um weitere Energieeinsparmöglichkeiten aufzuzeigen, komme eine Wärmebildkamera zum Einsatz, die nicht nur zeige, wo über die Gebäudewände Wärme verloren gehe, sondern solche Stellen auch innerhalb des Heizsystems aufdecke.

Zudem setze man im Werk Vrchlabí auf die konsequente Nutzung alternativer Energien. Als einziger verbleibender fossiler Energieträger kommt laut Škoda noch Erdgas zum Einsatz, das ab 2021 schrittweise durch CO2-neutrales Methan aus Biogasanlagen ersetzt wird. Die verbleibenden CO2-Emissionen sollen durch Kompensationsmaßnahmen und den Kauf von CO2-Kompensationszertifikaten ausgeglichen werden.

Chart zu den Energiesparmaßnahmen von Skoda Auto im Werk Vrchlabí
Von besonderer Bedeutung bei der Umstellung des Komponentenwerks auf eine CO2-neutrale Produktion sind laut dem OEM umfassende und gezielte Energiesparmaßnahmen. Bild: Skoda

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