Nissan Qashquai

Der Nissan Qashquai ist nach wie vor der Verkaufsschlager der japanischen Marke. Bild: Nissan

Der Absatz von Renault ging um 3,3 Prozent nach oben, gut 2,8 Millionen Autos konnten die Franzosen absetzen. Partner Nissan konnte gut 5,4 Millionen Fahrzeuge an den Mann respektive Frau bringen, was einem Zuwachs von 2,1 Prozent entspricht. Das sind zwar nur magere Wachstumsraten, doch für die größeren Kopfschmerzen dürfte eher die Lage des Kooperationspartners und ehemaligen Hoffnungsträgers AvtoVAZ in Russland sorgen: Deren Verkäufe brachen im Riesenreich, was einst als verheißungsvoller Zukunftsmarkt galt, um 31,5 Prozent ein. Auch aus dem anderen Ex-Zukunftsmarkt Brasilien kann Renault-Nissan keine positiven Zahlen vermelden.

Nichtsdestotrotz sollen es insbesondere die sogenannten Emerging Markets bei Renault-Nissan in puncto Absatzzuwachs richten. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Renault Kwid. Das Low-Budget-Modell soll von Indien nach Brasilien und Afrika exportiert werden, wie der Press Trust of India berichtet. Infolgedessen wolle der französische Autobauer den Produktionsausstoß des Modells von 8.000 Einheiten pro Monat auf 10.000 erhöhen.

In Indien hat sich der Kleinwagen bereits als echtes Erfolgsmodell bewährt. Seit dem Marktstart im September 2015 liegen den Franzosen 100.000 Bestellungen für den Kwid auf dem Subkontinent vor. Laut den Marktbeobachter von IHS ist das Modell hauptverantwortlich für Renaults Absatz-Sprung im vergangenen Dezember in Indien von 160 Prozent. Doch der Mini-Crossover soll bald nicht nur vom indischen Werk Chennai aus exportiert werden. Die Franzosen planen bereits die lokale Produktion des Kwids im Iran, Sambia sowie in Brasilien.

Meister des Low-Budget-Segments

Auch auf dem so wichtigen chinesischen Automarkt plant Renault eine Großoffensive. Mit einem neuen Werk will der französische Nissan-Allianz-Partner jetzt insbesondere im Boom-Segment der SUVs angreifen. Die erste Produktionsstätte des Autobauers im Reich der Mitte hat eine Kapazität von 150.000 Einheiten pro Jahr. Die Fertigung des Kadjar ist in Wuhan bereits angelaufen.

Bereits schon heute eine Bank in puncto Verkaufszahlen ist der Nissan Qashquai. So gilt beispielsweise für den europäischen Markt der Slogan: Die Autokäufer wollen SUV und sie wollen den Qashqai. Das geht aus Zahlen hervor, welche die Marktbeobachter von Jato Dynamics jetzt für das Jahr 2015 vorgelegt haben. Demnach haben 3,2 Millionen verkaufte SUV die Kleinwagen als beliebteste Fahrzeuggattung abgelöst. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte der Qashqai, für den sich im vergangenen Jahr europaweit 232.176 Käufer entschieden haben. An diesem Trend dürfte sich so schnell nichts ändern.

So prognostizieren die Analysten von IHS, dass Renault-Nissan in diesem den Absatz um 4 Prozent steigern kann. Maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung werde die Marke Renault haben.

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gp