Robert Köhler

Robert Köhler: SGL Carbon plant ein organisches Wachstum von mehr als zehn Prozent auch in den Folgejahren. - Bild: SGL Carbon

Der Kohlenstoffspezialist dürfte Analysten zufolge im ersten Quartal nur einen kleinen Vorgeschmack auf die von Vorstandschef Robert Koehler bis 2015 prognostizierten Umsatzsprünge geben.

Bis dahin wollen die Hessen den Umsatz im Stammgeschäft auf 2,5 Milliarden Euro verdoppeln und setzen dabei neben starkem Rückenwind aus den Schwellenländern auch auf den weiteren Boom bei alternativen Energien und Elektromobilität. Das Unternehmen will seine erste Zwischenbilanz des Jahres am 28. April vorlegen.

Die acht von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten rechnen damit, dass der Umsatz in der Zeit zwischen Januar und März um gut 16 Prozent auf 352,7 Millionen Euro geklettert ist. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte um knapp ein Drittel auf 34,3 Millionen Euro gestiegen sein. Unter dem Strich sehen sie einen Gewinn von 14,8 Millionen Euro, nachdem SGL im Vorjahr mit 9,4 Millionen Euro noch deutlich weniger verdient hatte.

Den Ausblick vom März dürfte der Vorstand bekräftigen. Eine weiterhin positive Entwicklung der Weltkonjunktur vorausgesetzt, sollen die organischen Erlöse ohne Zukäufe künftig jährlich um mehr als zehn Prozent zulegen. Auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll 2011 auf 150 Millionen bis 165 Millionen Euro zulegen. Maßgeblich zum Ergebnisplus sollen die Geschäfte mit Graphitspezialitäten sowie Carbonfasern und Verbundwerkstoffen beitragen. Mit den Produkten, wie sie etwa in der Halbleiter- oder Solarindustrie eingesetzt werden und die seit jüngster Zeit auch als ein wichtiger Werkstoff für leichte Autos gelten, wollen die Hessen bis 2015 die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro schaffen. Oben drauf sollen noch Erlöse aus Gemeinschaftsunternehmen, wie sie SGL etwa mit BMW für den automobilen Leichtbau betreibt, kommen und mittelfristig noch einmal rund 500 Millionen Euro Umsatz beisteuern.

dpa-AFX/kru