Tesla breit

Von einer Steuersenkung auf importierte E-Autos in China würde vor allem Tesla profitieren. Bild: Tesla

Das Unternehmen aus Palo Alto in Kalifornien hat mit Standard & Poor’s nicht vereinbart, dass die Agentur ein Rating erstellt. Aus Sicht von S&P gibt es aber hinreichend Interesse von Anlegern, um mit der Bewertung vorzupreschen. Laut S&P hat Tesla Verbindlichkeiten von 2,9 Milliarden US-Dollar in Form von Wandelanleihen.

“Unsere Risiko-Einschätzung ‘anfällig’ für das Geschäft berücksichtigt Teslas engen Produktfokus, das konzentrierte Produktionsprofil, seine relative kleine Größe im Vergleich zu größeren Konkurrenten im Autosektor, die begrenzte Vorhersehbarkeit der langfristigen Nachfrage für seine Produkte sowie die fehlende Erfahrung im Umgang mit Risiken, die in der Steuerung einer hochvolumigen Parallelproduktion auftreten könnten”, teilte S&P am Dienstagabend in einer schriftlichen Erklärung mit.

Die Ratingagentur geht davon aus, dass Tesla 2014 und 2015 Geld verbrennen wird. Die gewaltigen Kapitalausgaben im Zusammenhang mit dem Bau einer Riesen-Batteriefabrik, Aufladestationen und Servicestätten sowie für die Entwicklung des Modells X und eines weiteren, kleineren Autos werde mehr Mittel kosten als das Unternehmen mit dem Verkauf neuer Fahrzeuge verdienen werde, erwartet Nishit Madlani, Kreditanalyst bei S&P.

Positiv bewertet die Ratingagentur Teslas Markenbekanntheit, die sich verbessernde operative Entwicklung sowie die Premium-Preise und die anziehenden Verkäufe. Diese könnten zu einem höheren Cash-Flow und damit zu einem besseren Ausblick führen, hieß es.

“Dies ist ein unverlangtes Rating von S&P, das von ihren Analysten unabhängig und ohne jegliches Feedback von Tesla zu unseren Wachstumsplänen entwickelt wurde”, erklärte das Unternehmen in einer per E-Mail verschickten Erklärung.

Mike Ramsey / Dow Jones Newswires / ks