TDI-Motor für den VW Golf

Böser TDI? Spanien will von VW geleistete Subventionen zurück. – Bild: Volkswagen

Die spanische Regierung suche laut dpa nach rechtlichen Wegen, wie sie eine Erstattung der gezahlten Hilfen geltend machen könne, sagte Industrieminister José Manuel Soria am Mittwoch in Maspalomas auf Gran Canaria.

Spanien hatte den Kauf von Autos mit Abwrackprämien von 1.000 Euro pro Fahrzeug unterstützt, wenn die Käufer ihre alten Wagen verschrotten ließen. Wie hoch die Summe sei, die Spanien von VW zurückverlangen wolle, stehe noch nicht fest, teilte der Minister mit. Dazu müsse erst festgestellt werden, wie viele Fahrzeuge mit manipulierten Dieselmotoren in Spanien verkauft worden seien.

Die Subventionen seien mit Geldern des Staatshaushalts bezahlt worden. Die Regierung werde dafür sorgen, dass sie in die Staatskasse zurückgelangten. Von den Autokäufern werde Madrid das Geld nicht zurückverlangen, weil sie in gutem Glauben gehandelt hätten.

Auch die französische Regierung erwägt nach dem Diesel-Skandal bei Volkswagen , eine Rückzahlung öffentlicher Förderung zu fordern. Wenn der Verkauf angeblich sauberer Fahrzeuge mit Fördergeldern zusammenhänge, “dann müssen diese öffentlichen Hilfen zurückgezahlt werden”, sagte Umweltministerin Ségolène Royal am Mittwoch in Paris dem französischen Fernsehsender BFMTV. Nähere Angaben zur möglichen Höhe von Forderungen machte Royal nicht. In Frankreich sind rund eine Millionen Fahrzeuge betroffen.

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gp