Carlos Ghosn

Renault-Chef Carlos Ghosn sieht den Konzern auf Kurs, die selbstgesteckten Ziele für 2013 zu erreichen. - Bild: Datsun

Das entspricht einem Zuwachs von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Gesamtergebnis wurde allerdings von Sonderposten stark belastet. Es sank von 734 auf nur noch 39 Millionen Euro. Unter anderem mussten die Franzosen für ihr Iran-Geschäft 512 Millionen Euro Rückstellungen wegen der verschärften Sanktionen gegen das Land verbuchen und auch das Sparpaket belastete zunächst mit 173 Millionen Euro.

Das Plus beim operativen Ergebnis lag deutlich über dem ,was Analysten erwartet hatten. Die Autosparte konnte ihren Beitrag dabei auf 211 Millionen Euro fast verdoppeln, der Rest stammt aus der Finanzsparte. “Wir sind auf Kurs, unsere Ziele für 2013 zu erreichen”, sagte Konzernchef Carlos Ghosn am Freitag.

Die Renault-Mitarbeiter hatten im Frühjahr einem harten Sparkurs zugestimmt, nach dem bis 2016 rund 7500 Stellen nicht neu besetzt werden sollen. Außerdem wurden die Gehälter eingefroren.

Anhaltende Nachfrage-Flaute setzt Renault zu

Renault leidet wie fast die komplette Branche unter der Nachfrage-Flaute in Europa. Der weltweite Absatz sank um knapp zwei Prozent auf 1,3 Millionen Autos. Auch der Umsatz ging leicht auf 20,4 Milliarden Euro zurück. Das Geschäftsumfeld sei besonders in Frankreich schwieriger als erwartet, hieß es. Trotzdem will die Gruppe mit den Marken Renault, Dacia und Renault Samsung Motors bis Ende des Jahres mehr Autos verkaufen als 2012.

Rettungsanker in schwierigen Zeiten ist für die Franzosen der Partner Nissan, an dem Renault mehr als 44 Prozent hält. Die Japaner steuerten im ersten Halbjahr 766 Millionen Euro bei, wodurch der Renault-Gewinn unter dem Strich im positiven Bereich blieb.

Franzosen streben positives Ergebnis für 2013 an

Mit Hilfe neuer Modelle und Einsparungen will Renault 2013 ein positives operatives Ergebnis im Automobilgeschäft erreichen. Der Konzern will 2013 außerdem mehr Autos verkaufen als im Vorjahr.

Der größte französische Autobauer PSA Peugeot Citroën stellt seine Halbjahreszahlen am kommenden Mittwoch vor. Das Unternehmen ist im Gegensatz zur Renault durch die Absatzkrise in Westeuropa schwer angeschlagen.

Alle Beiträge zu den Stichworten Renault Europa

dpa/Dow Jones Newswires/Guido Kruschke