Fahnen mit BMW-Logo

Im Zusammenhang mit Motorbränden hat die südkoreanische Staatsanwaltschaft die BMW-Zentrale in Seoul durchsucht. Bild: BMW

| von Werner Beutnagel

Etwa 20 Ermittler der Staatsanwaltschaft hätten das Büro und den Server-Standort von BMW Korea in Seoul durchsucht, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Dieselben Örtlichkeiten wurden bereits von der Polizei während ihrer Ermittlungen gegen BMW in den Jahren 2018 bis 2019 durchkämmt.

Dem Autohersteller wird vorgeworfen, technische Mängel unter Verschluss gehalten und Rückrufaktionen verzögert zu haben. Südkoreas Transportministerium hatte Ende 2018 angekündigt, den Fall der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Ein Team von Experten und Regierungsbeamten war zuvor in Übereinstimmung mit eigenen Untersuchungen des deutschen Autobauers zu dem Schluss gekommen, dass die Motorbrände auf technische Schwierigkeiten mit einem Kühlsystem für die Abgasrückführung (AGR) zurückzuführen seien. Die AGR ist eine der wichtigsten Methoden zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren.

Zwischen Januar und November 2018 hatte es nach Angaben des Ministeriums in Südkorea 52 Brandvorfälle bei BMW-Autos gegeben. BMW hatte deshalb eine Rückrufaktion eingeleitet und sich für die Vorfälle entschuldigt. Die neue Durchsuchung signalisiert laut Yonhap den Beginn der formalen Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft. Sie habe die Aktion unternommen, um zusätzliches Beweismaterial sicherzustellen.

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