Dietmar Voggenreiter, Audi

Ist offenbar als neuer Audi-Vertriebsvorstand gesetzt: Ex-China-Chef Dietmar Voggenreiter. Bild: Audi

Von einem mitreißenden Auftritt Stadlers berichtet der Donaukurier. Wie auch in Wolfsburg sei das Interesse der Belegschaft riesig gewesen. Die Halle T20, in der die 45-minütige Veranstaltung am Dienstag (6. Oktober) über die Bühne ging, war mit 3.000 Audianern bis auf den letzten Platz gefüllt, die parallel laufende Übertragung im firmeneigenen Netz sei wegen Netzüberlastung phasenweise zusammengebrochen.

Erlebt hätten die Teilnehmer einen kämpferischen Auftritt des Audi-Chefs. Er strich die tragende Rolle der für den VW-Konzern auf der Ertrag- und Imageseite enorm wichtigen Marken Audi und Porsche hervor. Stadler sagte wörtlich: “Die Säulen Audi und Porsche müssen stehen. Dann meistern wir die Krise.” Mehr denn je müsse für die Marke mit den Ringen der Anspruch “Vorsprung durch Technik” gelten.

Insgesamt habe Stadler dieselben Werte beschworen wie VW-Chef Matthias Müller in Wolfsburg: Aufklärung, Aufrichtigkeit und Transparenz. Für seinen Schlusssatz “Audi spielt jetzt auf Sieg”, habe Stadler minutenlagen Applaus bekommen.

Auf der Veranstaltung brach Stadler auch eine Lanze für den beurlaubten Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Für ihn gelte nachwievor die Unschuldsvermutung. Interimsmäßig hat Horst Glaser, Leiter der Fahrwerksentwicklung, für Hackenberg übernommen. Als Nachfolger für den einflussreichen Hackenberg wird unter anderem Elektronikchef Ricky Hudy gehandelt.

Weiter ist man in Ingolstadt offenbar bei der Nachfolgersuche für Vertriebsvorstand Luca de Meo, der bereits am 1. November als Markenchef von Seat übernimmt: Am Rande der Mitarbeiterversammlung sickerte durch, dass der erst kürzlich aus China zurückgekehrte Dietmar Voggenreiter übernehmen werde. Der langjährige China-Chef der VW-Premiummarke ist ein ausgewiesener Vertriebsexperte.

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Frank Volk