Nissan Produktion

Produktion bei Nissan. Der starke Yen macht Japans Autoindustrie zu schaffen. - Bild: Nissan

Das sagte Toshiyuki Shiga, Präsident der Vereinigung japanischer Automobilhersteller (JAMA) und gleichzeitig COO der Nissan Motor Co, am Montag. Jenseits eines Wechselkurses von 80 Yen sei kein Profit mehr mit dem Autoexport zu erzielen. Im vergangenen Jahr wurde rund die Hälfte der 8,6 Millionen im Land produzierten Fahrzeuge exportiert.

Vor knapp zwei Wochen hatte die JAMA zusammen mit den Automobilgewerkschaften die Regierung bereits dazu aufgerufen, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die japanische Autoindustrie habe in der Vergangenheit massive Kostensenkungen und weitere Maßnahmen ergriffen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, hatte es in dem Aufruf geheißen. Die Anstrengungen könnten den Einfluss einer zu starken Landeswährung jedoch nicht wettmachen.

Neben dem starken Yen leidet die japanische Autoindustrie zudem unter den Folgen der Erdbebenkatastrophe am 11. März diesen Jahres. Allerdings kehren die Hersteller nach und nach zu voller Produktionsstärke zurück. Toyota hatte am Freitag vergangener Woche seinen Zeitplan beschleunigt. Statt bisher im November oder Dezember soll bereits ab Juli die volle Kapazität erreicht werden.

Auch Honda, Mitsubishi und Mazda gehen von einer früheren Wiederaufnahme der vollen Produktion aus als gedacht. Die vom Erdbeben betroffenen Zulieferbetriebe hätten sich schneller als geplant von den Folgen der Katastrophe erholt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke