BMW China breit

So verliebt schauen die BMW-Händler in China derzeit nicht auf die Marke. Sie kritisieren mangelnde Abstimmung und unrealistische Absatzforderungen. Bild: BMW Group

Das in der Beilage China Real Time des Wall Street Journals veröffentlichte Schreiben birgt einigen Sprengstoff und legt den Verdacht nahe, dass der China-Ableger des deutschen Premiumherstellers ganz massiven Druck auf die Händler ausübt, um die Verkaufszahlen in die Höhe zu schrauben. So führen Händler Klage, dass nach einem 2014 verordneten Wachstum von 15 Prozent für das kommende Jahr gar 20 Prozent seitens des Herstellers eingefordert würden. Dies, so ein Händler, gehe völlig an den ökonomischen Realitäten vorbei.

In der Petition selbst verlangen die Händler, künftige Absatzziele vor der Festsetzung mit den Händlern abzustimmen. Zudem beklagen diese, dass sie zu jedem Monatsende gedrängt würden, die Absatzzahlen nach oben zu drücken und wenden sich gegen die Praxis, dass die Händler Autozubehör kaufen müssen. Durch den Druck, den BMW ausübe und die unrealistischen Absatzzahlen sind etliche Händler offenbar in die roten Zahlen gerutscht, weshalb diese nun zum Ausgleich eine Kompensation von umgerechnet rund einer Milliarde US-Dollar einfordern.

Wie viele chinesische Händler sich an der Aktion beteiligt haben, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Auf die Vorgänge befragt, sagte ein chinesischer Unternehmenssprecher laut China Real Time, dass man sich mit den Händlern im Gespräch um eine zeitnahe Lösung der vorgetragenen Probleme befände.

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fv