BMW-CEO Harald Krüger

CEO Harald Krüger: 2017 und 2018 bringt BMW 40 neue und überarbeitete Modelle auf den Markt. Bild: BMW

| von Christiane Habrich-Böcker

Harald Krüger versteht es wie kein anderer, mit sympathischem Lächeln auch mal kritische Töne und weniger gute News unter die Zuhörer zu bringen. Zwar werde man die gesteckten Ziele erreichen, sagte der BMW-Chef bei der "Sneak Preview" auf das Modelljahr 2018, zugleich verwies er auf die erhöhten Entwicklungskosten vom 700 Millionen, die natürlich die Rendite schmälern könnten. Damit bewegt sich BMW bei den FuE-Kosten über der üblichen Quote von 6 Prozent. Der Zuckerguss auf der Meldung war die Beteuerung, dass BMW die hohen Entwicklungsaufwendungen aus eigener Kraft stemmen werde. Aber was macht man nicht alles für die Zukunft? Nicht nur schöne Autos – 2017 /2018 fährt BMW 40 neue Modelle in die Showrooms, wie man auf der exklusiven Vorschau sehen konnte.

Der Münchner Hersteller positioniert sich darüber hinaus mehr und mehr als systemischer Lösungsanbieter. Dabei scheuen sich die Bayern nicht vor der Zusammenarbeit mit mutmaßlicher Konkurrenz. Den knallharten Wettbewerb gewinnt laut Krüger der, der die Schnittstelle zum Kunden hat.

Und noch eine Botschaft hatte Krüger im Gepäck, wenn auch keine neue. Doch die kann nicht oft genug platziert werden: Ein Treiber der Elektromobilität sei die Regulatorik, also auch die politischen Rahmenbedingungen. Die aktuellen Zulassungszahlen für den deutschen Markt geben ihm Recht. Wenn eine staatliche Förderung der E-Mobilität wie derzeit in Deutschland angeboten wird, nehmen die Neuzulassungen zu. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden im November 3.031 Pkw mit Elektroantrieb und 8.662 Pkw mit Hybridantrieb zugelassen. Zum Vergleich: Im November des Vorjahres waren es 4.829 Neufahrzeuge mit hybridem Antrieb und 1.231 Elektro-Pkw. Sicher eine Folge der Umweltprämie, die nach gebremstem Start nun Fahrt aufnimmt.

Der Joker des elektrifizierten Angebots ist der i3, der nach Angaben von Krüger großes Eroberungspotenzial hat. Über 80 Prozent der Käufer entschieden sich erstmals für einen BMW. Doch bis nun alle umweltfreundlich fahren, zeigt BMW auch eine Menge traditioneller Autos wie den neuen Z4 und andere.

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