Besonders attraktiv erscheinen der Studie nach vor allem die Einsparpotentiale, die die Teilnehmer

Besonders attraktiv erscheinen der Studie nach vor allem die Einsparpotentiale, die die Teilnehmer mit bis zu 10 Prozent im Inbound-Supply-Chain-Management bezifferten. Durch gemeinsamen Einkauf und Transport lässt sich einerseits die Beschaffung optimieren, andererseits kann damit ebenfalls die Produktion besser bedient werden. Traditionell arbeiten Zulieferer seit langem vor allem in den Bereichen Produktdesign und Entwicklung mit den OEMs zusammen. Jedoch zeigte die Studie, dass die Befragten diese Zusammenarbeit als weniger zufriedenstellend empfinden, als die Kooperation mit Zulieferern außerhalb des Wettbewerbes.

Die neu herausgegebene Studie des Supply-Chain-Beraters Miebach Consulting unterstützt die derzeit heiße Diskussion um die Chancen von Kooperationen in der Automobilzuliefererbranche. Kooperationen entlang der Lieferkette gelten als lohnenswertes Zukunftsmodell, um dem wachsenden Druck des Marktes zu begegnen. Rund 86 Prozent der befragten Zulieferer kooperieren bereits mit Wettbewerbern, Nicht-Wettbewerbern und Original Equipment Manufacturers (OEMs).

Besonders attraktiv erscheinen der Studie nach vor allem die Einsparpotentiale, die die Teilnehmer mit bis zu 10 Prozent im Inbound-Supply-Chain-Management bezifferten. Durch gemeinsamen Einkauf und Transport lässt sich einerseits die Beschaffung optimieren, andererseits kann damit ebenfalls die Produktion besser bedient werden. Traditionell arbeiten Zulieferer seit langem vor allem in den Bereichen Produktdesign und Entwicklung mit den OEMs zusammen. Jedoch zeigte die Studie, dass die Befragten diese Zusammenarbeit als weniger zufriedenstellend empfinden, als die Kooperation mit Zulieferern außerhalb des Wettbewerbes.

Gemessen in Schulnoten erhielten OEM-Kooperationen eine Durchschnittsnote von 3,2, während Nicht-Wettbewerbs-Kooperationen im Durchschnitt mit 2,9 bewertet wurden. Die Studienmacher deuten dies als wesentliches Indiz dafür, dass Kooperationen zwar effektiv seien, jedoch optimaler gestaltet werden müssten.

„Insgesamt kann man den Studienergebnissen entnehmen, dass Kooperationen nach wie vor stark gefragt sind, aktuelle Zusammenarbeiten meist jedoch nur mäßig bewertet wurden. Aus unserer Sicht – und dies belegen auch die Studienergebnisse – liegt das vor allem am mangelnden Umgangsverständnis mit diesem Thema. Ziele und Vorstellungen möglicher Partner unterscheiden sich häufig sehr voneinander, weil gemeinsame Zieldefinitionen im Vorfeld oft nicht optimal vorbereitet werden, was sich nach einem Kooperationsstart häufig negativ auswirken kann“, erklärt Christian Wibbe, zuständiger Marktsegmentleiter für die Automobilbranche bei Miebach Consulting.

 Um Unsicherheiten und Risiken zu vermeiden, das gegenseitige Vertrauen zu stärken und die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen, dürfe man die notwendigen Details in der Vorbereitung aber nicht unbeachtet lassen, so Wibbe weiter. Kooperationen seien in jedem Fall ein vernünftiger Weg für nachhaltigen Erfolg im schwierigen Zulieferermarkt, wenn diese richtig geplant und aufgesetzt werden. Als möglichen Lösungsansatz für diese Startschwierigkeiten geben die Studienmacher einen Einblick in eine für Supply-Chain-Kooperationen aufbereitete Supply-Chain-Due-Diligence-Prüfung. Ursprünglich wird eine solche Prüfung in Mergers-and-Acquisitions-Projekten angewendet. Unternehmen können anhand dieser Methode kritische Aspekte im Vorfeld von Kooperationen sorgfältiger untersuchen und die Erfolgsaussichten genauer bewerten.