VW Golf breit

Der VW Golf gehört zu den Modellen, die laut CAR-Institut derzeit im Ruhrgebiet besonders aggressiv rabattiert werden. – Bild: VW

Unterstrichen wird die schwierige Marktverfassung nach Einschätzung von Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer durch die hohe Eigenzulassungsquote von 31,8 Prozent.

Die Auswertung zeigt, dass vor allem bei den Volumenherstellern und dort im Kompakt- und Kleinwagensegment besonders hart um die Kunden gerungen wird. Dabei finden sich in der Top-10-Liste des CAR-Instituts mit den höchsten Nachlässen sowohl Fahrzeuge, die kurz vor der Ablösung durch neue Modelle stehen wie etwa der Mazda 2 mit einem Preisnachlass von aktuell 30 Prozent oder der Opel Astra (Nachlass: bis zu 27,3 Prozent). Es finden sich in diesem Ranking aber auch relativ neue Fahrzeuge wie Renault Clio und Citroen C4.

Ein besonderer Preiskampf findet laut CAR-Institut derzeit im Ruhrgebiet unter VW-Händlern statt. Große Händlergruppen übertreffen sich mit “Jahresendspurtpreisen” für VW-Modelle, Last-Night-Shopping-Angeboten und weiteren Schnäppchen, die in großformatigen Zeitungsanzeigen offeriert werden. Die breit beworbenen Rabatte bewegen sich in der Spitze etwa beim VW Polo bis zu 5.240 Euro oder 34 Prozent Rabatt auf den VW-Listenpreis oder beim Golf bis zu 4.345 Euro oder 24 Prozent Rabatt. Diese hohen aggressiv beworbenen Rabatte für VW Neuwagen stellen laut Dudenhöffer “eine neue Dimension” im Preiskampf dar und signalisieren gleichzeitig den Absatzdruck des Herstellers.

Ein weiterer wichtiger Indikator für den gegenwärtigen Preisdruck ist das Ausmaß der Händlerzulassungen. Im Durchschnitt aller Fahrzeuge wurde im Oktober fast jedes dritte Auto von einem Händler oder Hersteller zugelassen. Bei Honda lag die Quote gar bei 71,4 Prozent, gefolgt von Fiat mit 50,2 Prozent und Opel mit 45,5 Prozent. Die CAR-Zahlen zeigen, dass sich auch die Premiumhersteller nicht dem Marktdruck entziehen können. So kletterte die Eigenzulassungsquote von BMW von September auf Oktober um 3,8 Prozentpunkte auf 25,5 Prozent und bei Mercedes um 3,2 Prozentpunkte auf 24,9 Prozent. Bei Audi sank sie dagegen um 4,8 Prozentpunkte auf 27 Prozent, damit kommen die Ingolstadter aber immer noch auf die höchste Eigenzulassungsquote unter den deutschen Premiummarken.

Die drei Marken mit den niedrigsten Eigenzulassungsquoten waren im Oktober Dacia (12 Prozent), Smart (18,7 Prozent) und Volvo (21,7 Prozent).

Nach Einschätzung von Ferdinand Dudenhöffer bedeutet die Rabattschlacht zum jahresende nichts Gutes für das neue Autojahr 2015: “Die hohen Bestände an Tageszulassungen und die hohen Rabatte machen die Neuwagenverkäufe im ersten Quartal 2015 schwer.”

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Frank Volk