VW China breit

Insbesondere dem chinesischen Markt hat es VW zu verdanken, dass sie noch in diesem Jahr den Absatzthron erklimmen könnten. Bild: dpa

Demnach könnte der VW-Konzern im Gesamtjahr 2014 weltweit auf einen Absatz von 10,1 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen kommen, Toyota auf 10,05 Millionen und General Motors auf 10,0 Millionen Fahrzeuge. Der Wolfsburger Autobauer hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 der weltgrößte Autobauer zu werden.

“Volkswagen wächst derzeit in China deutlich schneller als GM und Toyota”, schildert CAM-Leiter Stefan Bratzel. Zudem profitiert VW als Europas Marktführer von der Erholung auf dem Heimatkontinent. Damit könne der Absatzrückgang in den USA mehr als kompensiert werden. Bei GM mache sich der Rückzug der Marke Chevrolet vom europäischen Markt jedoch negativ bemerkbar. Toyota werde auf dem japanischen Heimatmarkt von Erhöhung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent belastet.

Toyota bei Rendite mit weitem Vorsprung

Bereits seit längerer Zeit liefern sich Toyota, VW und GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des weltgrößten Autokonzerns. 2013 lag noch Toyota vorne. Bei der Ertragskraft hat Toyota allerdings einen deutlichen Vorsprung: Die Japaner kommen auf eine Konzernrendite von 8,7 Prozent, bedingt auch durch den schwächeren Yen. Volkswagen lag zum Halbjahr bei 6,3 Prozent. Bei General Motors stürzte die Rendite auf 2,5 Prozent ab – wegen der hohen Kosten für die millionenfachen Rückrufe brach der Gewinn ein.

Stefan Bratzel

CAM-Direktor Stefan Bratzel: "VW wächst in China schneller als Toyota und GM." - Bild: Center of Automotive

Bei der Volkswagen Gruppe schwächelt die Konzernkernmarke VW, die derzeit nur auf eine Marge von zwei Prozent vor Zinsen und Steuern kommt. VW-Chef Martin Winterkorn hatte bereits angekündigt, die Ertragskrise der Marke mit milliardenschweren Sparanstrengungen stoppen zu wollen.

Unterdessen prognostiziert das CAM-Institut, dass der weltweite Automarkt im Jahr 2014 deutlich zulegt – erwartet wird ein Zuwachs beim Autoabsatz von rund 4 Prozent auf etwa 75,5 Millionen Pkw. Treiber seien die wachsenden Märkte in China, den USA und Europa.

Allerdings nehmen die Unsicherheiten zu. Vor allem der Ukraine-Konflikt, Strukturprobleme in Frankreich und Italien sowie die wirtschaftlichen Probleme in Argentinien und Brasilien könnten die weltweite Autokonjunktur belasten.

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dpa-AFX / Gabriel Pankow