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Die Staatsanwaltschaft in Seoul wirft dem deutschen Hersteller vor, die Ergebnisse von Abgastests für seine in dem Land verkauften Fahrzeuge verfälscht zu haben. Bild: ks

Die Regierung in Seoul weitet ihre Untersuchung von Volkswagen dabei derzeit auf fast alle ausländischen Marken aus. Laut den Strafverfolgern konzentrieren sich ihre Ermittlungen darauf, ob der deutsche Manager an der mutmaßlichen Fälschung von Testergebnissen beteiligt war. Kuehl ist seit 2013 für den Import und Vertrieb von Fahrzeugen aus dem Volkswagen-Konzern in Südkorea verantwortlich. Anfang August hatte das Umweltministerium den Wolfsburgern eine Millionenstrafe aufgebrummt und die Zulassung für zahlreiche Modelle entzogen.

 

Ein Sprecher für Volkswagen Korea wollte sich weder zu den Vorwürfen noch zu der Vorladung von Kuehl durch die Staatsanwaltschaft äußern. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, es werde vollumfänglich mit den Behörden zusammenarbeiten. Thomas Kuehl erklärte beim Betreten des Gerichtsgebäudes lediglich, er bedauere die Situation und entschuldigte sich bei den Kunden des Konzerns. Zu den Vorwürfen selbst nahm er keine Stellung.

Ein Vertreter des Umweltministeriums sagte am Donnerstag, die Untersuchung sei inzwischen auf 110 Dieselmodelle von 23 ausländischen Herstellern ausgeweitet worden. Die Ermittlungen könnten sich zwei bis drei Monate hinziehen.