Volkswagen, Schriftzug, Geldstrafe, Abgasskandal

Volkswagen stellte bereits im Juli die Verkäufe in Südkorea ein. Bild: ks

Das südkoreanische Umweltministerium fordert von den Wolfsburgern 17,8 Milliarden südkoreanische Won - umgerechnet rund 14,3 Millionen Euro - weil der Erhalt von Zulassungen mit gefälschten Dokumenten erschlichen wurde.

Zudem zog das Ministerium die Zertifizierung für nahezu alle VW-Modelle sowie für Audi-Fahrzeuge zurück und untersagte den Verkauf von 83.000 Pkw. Es ist eine der härtesten Strafen für den Konzern, der sich weltweit für den Abgasskandal verantworten muss.

Volkswagen hatte den Verkauf der betroffenen Autos in Südkorea bereits im Juli freiwillig gestoppt und damit praktisch seine gesamten Vertriebsaktivitäten in dem Land eingestellt. Die Aussetzung, die laut Volkswagen Korea drei Monate dauern soll, ist ein heftiger Rückschlag für das Unternehmen. Viele seiner Modelle gehören zu den meistimportierten Autos in Südkorea.

Seinerzeit kündigte VW auch an, die Zertifizierung erneut zu beantragen, wenn die Regierung sie zurückziehe. Der Prozess könne mehrere Monate dauern.

Der Abgasskandal hatte für Volkswagen in Südkorea schon im November Folgen. Damals wies die Regierung die dortige Volkswagen-Tochter an, mehr als 125.000 Dieselautos von VW zurück in die Werkstätten zu rufen. Zugleich legte die Regierung dem Autokonzern eine Geldstrafe von 14,1 Milliarden Won auf.