Suzuki Swift

Auch für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Suzuki optimistisch und stellt einen zwölfprozentigen Gewinnanstieg auf 90 Milliarden Yen in Aussicht. - Bild: Suzuki

Befeuert von einer anhaltend guten Nachfrage aus den asiatischen Schwellenländern und dank robuster Verkäufe auf dem Heimatmarkt kletterte der Gewinn unterm Strich um gut 50 Prozent auf 80,4 Milliarden Yen (umgerechnet 619 Millionen Euro). Operativ verdiente der viertgrößte japanische Autohersteller mit 145 Milliarden Yen 21 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit gut einer Billion Yen erreichte der Umsatz auf dem Heimatmarkt Japan ebenfalls eine neue Höchstmarke. Konzernweit legten die Erlöse jedoch lediglich um 2,6 Prozent auf 2,57 Milliarden Yen zu. Hier machte sich die schwache Nachfrage im Krisen gebeutelten Europa negativ bemerkbar.

Rückzug auf dem US-Markt

Im vergangenen Jahr hatte Suzuki beschlossen, sich aus dem US-Markt zurückzuziehen. Der Grund: Suzukis Modellpalette entspricht nicht dem Geschmack der Amerikaner, die mehrheitlich größere Fahrzeuge und Pick-ups bevorzugen. Stattdessen wollen sich die Japaner auf die asiatischen Märkte konzentrieren, wo die kleinen Kompaktautos mehr den Geschmack der Kunden treffen.

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Suzuki denn auch entsprechend optimistisch und stellt einen zwölfprozentigen Gewinnanstieg auf 90 Milliarden Yen in Aussicht. Dabei setzt Suzuki auf ein ordentliches Absatzwachstum in Indien und den südostasiatischen Märkten. Insgesamt sollen die Erlöse um 8,6 Prozent auf 2,8 Billionen Yen zulegen.

Streit mit Volkswagen weiter ungelöst

Ungelöst im Hintergrund schwelt allerdings noch der Zwist mit Europas größtem Autobauer Volkswagen. VW hatte sich daran gestoßen, dass Suzuki die Partnerschaft mit Fiat ausgebaut hatte und Dieselmotoren bei den Italienern orderte. Diese hätten auch aus Wolfsburg kommen können. VW interpretierte dies als Verstoß gegen den 2009 geschlossenen Kooperationsvertrag und forderte Suzuki auf, das Geschäft rückgängig zu machen.

Die Japaner schlugen umgehend zurück und warfen VW ihrerseits den Bruch der Kooperationsvereinbarung vor. Angeblich habe Europas größter Autobauer Suzuki nicht wie verabredet Zugriff auf die eigenen Technologien gewährt, hieß es zur Begründung. Seither will der Kleinwagenspezialist die Scheidung von den Niedersachen.

VW weigert sich bislang jedoch, woraufhin die Japaner ein Schiedsgericht anriefen. Sie wollen, dass Volkswagen die Beteiligung an Suzuki zurückgibt und fordern Schadenersatz. Das Schiedgerichtsverfahren wird in diesem Frühjahr starten.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke