Suzuki Winterkorn

Ein Bild aus guten Tagen: Suzuki-CEO Osamu Suzuki und VW-Chef Martin Winterkorn. - Foto: VW

Suzuki sei gegen eine Ausweitung des Einflusses der Deutschen auf Management-Entscheidungen, sagte der für die Beziehungen mit Volkswagen zuständige Manager Yasuhito Harayama am Montag laut Nachrichtenagentur “Reuters”. “Als die Zusammenarbeit mit Volkswagen beschlossen wurde, ist deutlich gemacht worden, dass wir nicht konsolidiert werden sondern unabhängig bleiben möchten.”

Harayama sagte, es gebe andere Autohersteller, die bereit seien, sich auf der Basis von gleichberechtigten Partnern mit Suzuki zusammenzutun. Die Volkswagen AG hatte sich Ende 2009 mit knapp 20 Prozent an dem japanischen Autohersteller beteiligt. Damals hatten beide Unternehmen noch große Erwartungen an die Kooperation gehabt. So soll unter anderem die Entwicklung eines Kleinwagens in Schwellenländern geplant gewesen sein.

Leichte Spannungen schon 2010

Schon Anfang 2010 hatte sich die Freundschaft zwischen den beiden Unternehmen deutlich abgekühlt. Suzuki-CEO Osamu Suzuki machte schnell deutlich, dass er eine höhere Beteiligung der Wolfsburger ablehnen würde. “Sollte Suzuki größer und erfolgreicher werden, will Volkswagen wahrscheinlich mehr Aktien von uns kaufen”, sagte der Konzernlenker vor japanischen Journalisten. Diesen Versuch werde sein Unternehmen wahrscheinlich abwehren. Auch wenn VW offiziell Pläne dementierte, dass die Beteiligung ausgebaut werden solle, hatten Experten genau damit fest gerechnet. Mit einer Kontrollmehrheit bei den Japanern hätte Volkswagen als größter europäische Autobauer noch bessere Chancen gehabt, Toyota bis 2018 als Branchenprimus abzulösen und auf die Pole Position zu klettern.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke