Carlos Ghosn, Renault. Bild: Renault

Carlos Ghosn, Präsident und CEO von Renault-Nissan, will bis 2016 jährlich mindestens 4,3 Milliarden Euro durch Synergien einsparen. Renault. Bild: Renault

Die Synergieeffekte sparten damit 930 Millionen Euro mehr ein als im Jahr 2013. Den größten Anteil steuerten die Unternehmensbereiche Einkauf, Entwicklung und Fertigung bei. Der Produktionsstart der ersten Modelle, die auf der neuen, gemeinsamen Common Module Family (CMF) Fahrzeugarchitektur der beiden Partner basieren, trug ebenfalls zur neuen Bestmarke bei den Einsparungen bei. Bei der jährlichen Berechnung werden nur neue Synergieeffekte berücksichtigt.

“Unsere Common Module Family erzielt steigende Synergieeffekte in allen relevanten Bereichen, vom Einkauf über die Fahrzeugentwicklung bis hin zum Antriebsstrang”, sagt Carlos Ghosn, Präsident und CEO der Renault-Nissan Allianz. “Gleichzeitig hat die Zusammenlegung der Bereiche Entwicklung, Fertigung und Logistik, Einkauf und Human Resources die Dynamik beschleunigt.”

Die französisch-japanische Allianz hat die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Entwicklung, Fertigung und Logistik, Einkauf und Human Resources bereits am 1. April 2014 begonnen. Seitdem leitet je ein gemeinsamer Alliance Executive Vice President die operativen Aufgaben in diesen Bereichen. Ziel ist es, mit allen Maßnahmen bis 2016 jährlich mindestens 4,3 Milliarden Euro durch Synergien einzusparen. Zum Vergleich: 2009 erfassten die Allianzpartner erstmals die finanziellen Effekte durch Synergien. Damals betrug das Resultat 1,5 Milliarden Euro.

Synergien durch Common Module Family

Die neue Common Module Family Fahrzeugarchitektur ermöglicht es den Allianzpartnern, eine größere Fahrzeugpalette mit einem kleineren Pool an Teilen zu bauen und zur gleichen Zeit die Auswahl und Qualität für die Kunden zu steigern, so der Hersteller. Kleinwagen basieren auf der CMF-A-Plattform, Mittelklassemodelle auf der CMF-B- und größere Fahrzeuge auf der CMF-C/D-Plattform.

Im Februar 2014 startete Nissan in Europa den Verkauf der zweiten Generation des Crossovers Qashqai. Das Modell basiert auf der CMF-C/D-Variante und ist bereits das dritte CMF-Fahrzeug der Marke. Bereits 2013 erschienen der SUV Rogue in den Vereinigten Staaten und der Crossover X-Trail in China. Mit Espace und Kadjar präsentierte im ersten Halbjahr 2015 auch Renault zwei Modellneuheiten auf Basis der neuen CMF-C/D-Plattform.

Ebenfalls 2015 startet der Verkauf des neuen Renault Kwid in Indien. Der im Werk Chennai gefertigte City-Auto im SUV-Design ist das erste Fahrzeug der Allianz auf Basis der CMF-A-Architektur. Die Nissan Tochtermarke Datsun folgt 2016 mit einem Modell auf derselben Basis. Bis 2020 sollen 70 Prozent der Allianz Fahrzeuge auf dem modularen CMF-Baukasten aufbauen.

Markenübergreifende Fertigung

Als wichtiger Antrieb für Synergien erweist sich ebenfalls die markenübergreifende Fertigung. Sie soll nach Einführung des Allianz Produktionssystems (Alliance Production Way – APW) in sämtlichen Werken bis Ende 2015 einen noch größeren Anteil beisteuern. Das APW-System vereint die besten Fertigungsmethoden beider Partner und ermöglicht es, die vorhandenen Kapazitäten besser zu nutzen: Je nach Bedarf und Nachfrage können hier Renault oder Nissan Modelle vom Band laufen.

So startete Nissan 2014 den Bau des SUV Rogue im südkoreanischen Renault Werk Busan, um die unerwartet starke Nachfrage in den Vereinigten Staaten zu befriedigen.

Die Allianz profitiert auch in immer stärkerem Maße von Synergien in den Bereichen Vertrieb und Marketing. So können Renault und Nissan ihren Kunden dank der Allianz eine deutlich umfangreichere Modellpalette in unterschiedlichen Marktsegmenten anbieten. Weitere Vorteile ergeben sich im Großkundengeschäft: 2014 konnte die Allianz Verträge mit namhaften internationalen Flottenkunden abschließen, die Fahrzeuge beider Marken in ihre Fuhrparks aufgenommen haben.

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gp