Shigehisa Takada

Shigehisa Takada, Chef von Takata, gerät immer stärker unter Druck. Bild: Takata

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Aussagen von zwei Konzern-Insidern. Der japanische Automobilzulieferer sorgt nun schon seit fast zwei Jahren für die Negativ-Schlagzeilen. Fehlerhafte Airbags können plötzlich explodieren und gefährliche Metallsplitter in den Fahrzeuginnenraum schleudern. Trauriger Höhepunkt: Diese Woche teilte Takata mit, das womöglich ein elfter Todesfall im Zusammenhang mit der Airbag-Fehlfunktion stehen könnte. Wie der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtet, erhöhen Honda und Toyota – äußerst wichtige Kunden des Zulieferers – den Druck. Auch sie fordern den Rücktritt des Firmenchefs.

Shigehisa Takada, Enkel des Firmengründers, ist in die Ecke gedrängt. Reuters zitiert Konzern-Insider mit den Worten: “Es gibt bereits Pläne für Management-Reformen.” Dem 49-jährigen Manager, der seit 2013 die Geschicke des Zulieferers als CEO führt, wird vorgeworfen, in puncto Airbag-Skandal nicht in die Offensive zu gehen. Ein Beleg dafür: Takada stellte sich erst im Juni 2015 den Medien – ein Jahr nach dem die Krise begann. Nun könnte ihm dieses defensive Verhalten zum Verhängnis werden.

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gp