Audi Q2

Der Audi Q2 steht in den Startlöchern und soll den Absatz der VW-Tochter weiter pushen. Bild: Audi

Von Januar bis März hatte der Premiumhersteller 455.754 (2015: 438.171) Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert, vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 14,511 Milliarden Euro blieben die Umsatzerlöse dabei ein Prozent unter dem Vergleichswert von 2015. Dies sei  vor allem eine Folge nachteiliger Wechselkurseffekte und einer hohen Wettbewerbsintensität in einzelnen Märkten, erklärte die VW-Tochter via Pressemitteilung.

Das operative Ergebnis ist noch deutlicher gesunken. Verdiente Audi im ersten Quartal 2015 noch 1,422 Milliarden Euro, waren es im gleichen Zeitraum in diesem Jahr nur noch 1,202 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür seien vor allem „Sondereinflüsse im Zusammenhang mit potenziell fehlerhaften Takata‑Airbags“. Audi arbeite, was das betrifft, eng mit der US‑Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) zusammen, um zu klären, in welchem Ausmaß möglicherweise weitere Modelle der Marke in den USA zurückgerufen werden müssen. Die VW-Tochter hat dafür im ersten Quartal vorsorglich 100 Millionen Euro zurückgestellt.

„Neben Währungs- und Sondereinflüssen spiegeln sich im operativen Ergebnis vor allem unsere hohen Vorleistungen wider“, erklärt Axel Strotbek, Vorstand Finanz und IT der Audi AG. „Dennoch liegen wir bei der operativen Umsatzrendite in unserem strategischen Zielkorridor von acht bis zehn Prozent.“ Audi  stelle dieses Jahr wichtige Weichen für seine Zukunft: Das Unternehmen bringt mit dem Q2 unter anderem ein völlig neues Modell auf den Markt, nimmt sein Werk in Mexiko in Betrieb und führt in wichtigen Auslandsmärkten die Modelle Q7 und A4 ein. 2018 soll das erste vollelektrische Großserienautomobil der Marke kommen. Bei den Sachinvestitionen plant das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr ein Gesamtvolumen von mehr als  3 Milliarden Euro.

Die Ziele des Audi‑Konzerns für das Gesamtjahr haben Bestand. Für 2016 geht das Unternehmen von einem moderaten Anstieg der Verkaufszahlen aus. In Abhängigkeit von den konjunkturellen Rahmenbedingungen und den Wechselkursentwicklungen rechnet der Premiumhersteller damit, dass sich auch die Umsatzerlöse moderat erhöhen.