Airbag im Einsatz bei einem Honda Odyssey

Airbag im Einsatz bei einem Honda Odyssey: Allein Honda hat wegen defekter Takata-Airbags bislang 24,5 Millionen Autos zurückgerufen. Bild: Honda/Insurance Institute for Highway Safety

“Takata glaubt, dass ein nationaler Entschädigungsfonds derzeit nicht nötig ist”, so der Takata-Bereichsvorstand Kevin Kennedy. Stattdessen werde sich das Unternehmen auf einzelne Klagen konzentrieren sowie auf einen Fall vor einem Gericht in Florida, der mehrere Distrikte betrifft.

“Takatas oberstes Management hat den Vorschlag eines Entschädigungsfonds sorgfältig geprüft, und wir werden weiter die möglichen Vorteile eines solchen Instruments erwägen”, schrieb Kennedy in einem Brief vom 7. Juli.

Derzeit werden acht Tote und mehr als 100 Verletzte mit Defekten bei Takata-Airbags in Verbindung gebracht. Der demokratische Senator Richard Blumenthal aus Connecticut hatte den japanischen Zulieferer gedrängt, über einen Opferfonds nachzudenken. Die Airbags können bei einem Aufprall explodieren und Insassen durch umherfliegende Metallsplitter verletzen. Mittlerweile sind deswegen allein in den USA fast 34 Millionen Takata-Airbags von dem Rückruf betroffen.

Der ehemalige Staatsanwalt Blumenthal zeigte sich erstaunt und beunruhigt über die Antwort. “Takata ist anscheinend nicht willens, seine Verantwortung für diese tragischen Todesfälle und Verletzungen anzuerkennen oder den Opfern und ihren Angehörigen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen”, so der Abgeordnete in einem Biref, den er zusammen mit der Antwort Takatas veröffentlichte. “Ich werde Takata weiter drängen, diese herzlose Entscheidung zu überdenken”, so Blumenthal weiter.

General Motors hatte vergangenes Jahr einen Fonds von 600 Millionen Dollar eingerichtet, um die Opfer des Zündschloss-Defekts zu entschädigen, der mit mehr als 120 Toten in Verbindung gebracht wird. Der Fonds hat mehr als 4300 Anspruchsfälle erhalten.

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