Kia_Management_China

Die Geschäfte von Kia in China liefen im ersten Halbjahr katastrophal. Nun werden die Bezüge des Managements gekürzt, ebenso verfährt Tata Motors in Indien. Bild: Kia

| von Frank Volk

Das schlechte Ergebnis für das am 31. März beendete Geschäftsjahr, das Tata Motors mit einem Verlust von 316 Millionen US-Dollar abgeschlossen hat, hat nun auch Konsequenzen für das Top Management. Laut Berichten aus Indien wurde die Vergütung des Top-Managements – analog zur Geschäftsentwicklung – teils drastisch gekürzt. So muss der Chef der Sparte „Commercial Vehicles einen Abschlag von 17 Prozent hinnehmen, was in diesem Fall rund 348.000 US-Dollar ausmacht. Weitere Kürzungen lagen im Bereich zwischen zwei und 12 Prozent.

Tata Motors ist nicht der einzige Autobauer der dem Management in schwachen Zeiten in den Geldbeutel greift. Laut einem Bericht von AJU News kürzt Kia in China die Bezüge seiner Manager  oberhalb General Manager-Level; in welcher Höhe, ist nicht bekannt. Betroffen seien Verantwortliche bei Kia selbst wie dessen Joint-Venture. Der Fahrzeugabsatz des südkoreanischen Autobauers ist in den ersten sechs Monaten um 54 Prozent auf nur noch knapp 129.000 Einheiten eingebrochen.

Daran trägt freilich weniger das Management schuld als vielmehr der politische Streit um die Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Südkorea. Seit diese Pläne Anfang des Jahres bekannt wurden, gibt es in China politisch gesteuerte Boykotte gegen Produkte südkoreanischer Unternehmen. Das durch die Kürzung der Bezüge eingesparte Geld, soll  für Verkaufsaktionen der chinesischen Händler eingesetzt werden.

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